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Steinacher Asylhaus ist bald bewohnt

30 Flüchtlinge ziehen während des Sommers in eine neue Unterkunft ein. Sobald sich der Betrieb eingespielt hat, soll es einen Tag der offenen Tür geben.
Perrine Woodtli
In der ehemaligen Saurer-Kantine können bis zu 40 Asylbewerber in 21 Doppelzimmern untergebracht werden. (Bild: Perrine Woodtli)

In der ehemaligen Saurer-Kantine können bis zu 40 Asylbewerber in 21 Doppelzimmern untergebracht werden. (Bild: Perrine Woodtli)

Noch ist es ruhig an der Schöntalstrasse 12. Doch schon bald kehrt Leben in die Saurerbaracke ein. Das ehemalige Kantinengebäude wurde zu einer Unterkunft für Asylsuchende umgenutzt. Die Bauarbeiten befinden sich in der Endphase. Es ist vorgesehen, dass die Bauverwaltung die neue Unterkunft an das Sozialamt am 2. Juli übergibt. «Danach soll gleich mit dem Umzug begonnen werden», sagt der Steinacher Gemeinderat Pascal Bollhalder. Etwa 30 Flüchtlinge werden ins Asylhaus im Schöntal unmittelbar an der Grenze zu Arbon einziehen. Neu für die Gemeinde Steinach ist, dass Frauen und Männer zusammen wohnen werden. Bedenken hat Bollhalder deswegen keine. «In anderen Gemeinden leben Frauen und Männer ebenfalls problemlos zusammen.» In Steinach werden aber deutlich mehr Männer wohnen. Frauen werden bloss drei ein- ziehen. «Für uns wäre es wünschenswert, wenn die Geschlechter ausgeglichener wären», sagt Bollhalder. Künftig werde das Sozialamt versuchen, dies zu steuern. Nach der Übergabe ziehen zuerst die Frauen ein, danach folgen die Männer.

Bauliche Ergänzungen bewirken Mehrausgaben

Pascal Bollhalder ist froh, dass das Asylhaus bald bezugsbereit ist. Wegen einer Kostenüberschreitung musste während der Umbauarbeiten ein Stopp eingelegt werden. Für die Umnutzung der Saurerbaracke sprachen die Steinacher 2014 ursprünglich einen Kredit von 273000 Franken. Es wurde mit der Unterbringung von 20 Asylbewerbern gerechnet. Ein Teil der Baracke sollte als Lager für den Werkhof dienen. Aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen teilte der Kanton St. Gallen der Gemeinde dann jedoch rund 40 Asylbewerbende zu. Neu mussten deshalb unter anderem 21 statt zehn Doppelzimmer, drei Nasszellen, zwei WC-Anlagen (getrennt nach Geschlechtern) und ein grösserer Speiseraum eingebaut werden. Dies führte zu Mehrausgaben von 236000 Franken. Auf die für den Werkhof vorgesehenen Räume wurde verzichtet. Abgesehen von dem Projektstopp seien die Bauarbeiten so abgelaufen wie geplant, erklärt Bollhalder. Er habe sich das Gebäude kürzlich angesehen und sei sehr zufrieden. «Ich war positiv überrascht. Die Räume sind schön geworden und bieten genügend Platz.» Es gebe einen grossen Gemeinschaftsraum. Jeder Bewohner habe aber auch seinen eigenen Bereich.

Alle sollen sich ein Bild machen

Auch die anderen Gemeinderäte werden sich die Unterkunft demnächst anschauen. «Ich finde es wichtig, dass wir alle gemeinsam hingehen, und uns ein Bild machen», sagt Bollhalder. An der Bürgerversammlung im März hatte sich ein Bürger nach einem Tag der offenen Tür erkundigt. Gemeindepräsident Roland Brändli versprach damals, entsprechende Abklärungen vorzunehmen. Ein Tag der offenen Tür ist gemäss Bollhalder nach wie vor geplant. Ein Datum gibt es aber noch keines. «Es ist richtig und wichtig, dass die Steinacher wissen, worum es geht, und wie die Unterkunft aussieht», sagt Bollhalder. Schliesslich habe das Asylhaus auch zu Diskussionen im Dorf geführt.

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