Steinach will auch einen 

In der Gemeinde wird nach diesem trockenen Sommer der Ruf nach einem Badesteg laut. Eine Gruppe hat sich mit einem offenen Brief an die Gemeinde gewandt.

Lara Jörgl
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Wie auch in Altnau, wollen die Steinacher einen Badesteg.   (Bild: Andrea Stalder)

Wie auch in Altnau, wollen die Steinacher einen Badesteg.   (Bild: Andrea Stalder)

Egnach hat einen, Uttwil und Arbon haben schon lange einen und Altnau hat sogar den längsten des Bodensees. Die Romanshorner bekommen im nächsten Jahr einen neuen. Nun fordern auch Bewohner in Steinach einen Badesteg.

Auslöser war die Trockenheit in diesem Jahr. Wegen des tiefen Wasserstands müssen die Badegäste in der Badi weite Wege über steinigen und teilweise von scharfkantigen Muscheln besetzten Untergrund gehen, bevor sie in tiefes Wasser kamen.

«Wir werden die Forderung nach einem Badesteg in Steinach besprechen», sagt Roland Etter, stellvertretender Gemeindepräsident, auf Anfrage. Allerdings würde so ein Projekt viel Zeit in Anspruch nehmen. «Es muss mit den Naturschutzgesetzen einher gehen».

Unmöglich ist es nicht. Die Egnacher bauten vor rund sieben Jahren einen Steg in der Badi Wiedehorn. Billig war es nicht. Die Investition belief sich alles in allem auf rund 470000 Franken. Hiervon bezahlte die Raiffeisen-Bank zu ihrem 100-Jahres-Jubiläum 200'000 Franken. 50 Prozent der Kosten für die ökologischen Ausgleichungsmassnahmen übernahm der Kanton, da gleichzeitig ein Flachufer gestaltet und der «Holzbach» renaturiert wurde.

Auch andere Forderungen auf dem Tisch

Die Gemeinde wird am 15. September mit den Initianten zusammenkommen. «Es geht nicht nur um einen möglichen Badesteg», betont Etter. Auch andere Forderungen seien eingegangen. Unter anderem wird die Verlängerung der Öffnungszeiten im Strandbad verlangt. Wie es mit den genannten Forderungen weitergeht, beziehungsweise ob diese überhaupt erfüllt werden können, kann die Stadt erst nach dem Treffen sagen.

Die Gemeinde Steinach hat ihren Bademeister entlassen

Per Entscheid vom 13. August hat der Gemeinderat von Steinach Bademeister Dieter Kunz das Arbeitsverhältnis aufgelöst. Wegen des Amtsgeheimnisses konnte die Gemeinde nichts zu den Beweggründen sagen. Bis Ende September sorgt Roger Keller für Recht und Ordnung im Wasser. Nach seiner kurzen Amtsperiode wird die Stelle frei. Diese wird laut Gemeinderat im Verlauf des Septembers noch ausgeschrieben werden.