Steinach
Der Brand in der Kirche gibt weiter Rätsel auf: Doch es besteht Hoffnung für die Kirchbürger

Die katholische Pfarrei muss weiterhin auf die Wiederöffnung ihrer Kirche warten. Ein Brand im Januar zerstörte sie teilweise. Der Sachschaden wird auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt. Die Ursache der Feuersbrunst bleibt unklar.

Diego Müggler
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So sah es in der Kirche aus, nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht und die Reste der Krippe in Altarnähe weggeräumt hatte.

So sah es in der Kirche aus, nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht und die Reste der Krippe in Altarnähe weggeräumt hatte.

Bild: PD

Die frommen Steinacher Seelen dürfen momentan keineswegs wählerisch sein. Der kahle Gemeindesaal muss reichen, um Gottesdienst zu feiern. Allzu gerne würden die Kirchbürger zusammen in der 250 Jahre alten Jakobuskirche beten. Doch die hölzernen Türen bleiben seit dem Brand am 12. Januar geschlossen.

Zum Brand

Grosser Sachschaden

Am 12. Januar um 18 Uhr brannte in der katholischen Kirche in Steinach die hölzerne Weihnachtskrippe im Altarbereich. Mehrere Ortsfeuerwehren brachten das Feuer schnell unter Kontrolle. Durch die starke Rauchentwicklung entstand ein grösserer Sachschaden an den Wänden und der Decke. Verletzt wurde niemand. Gottesdienste finden seit dem Brand im Gemeindesaal Steinach statt.

Neben der Krippe, welche den Brandherd darstellte, fielen teilweise der Altar und der Ambo (Rednerpult) dem Feuer zum Opfer. Kirchenpräsident Andreas Popp sagt:

«Der Schaden wird auf einen sechsstelligen Betrag herauslaufen.»

Dies nachdem zuerst von einem Schaden von mehreren 10'000 Franken ausgegangen worden war.

Die grosse Frage bleibt offen

Die Brandursache sei weiter unbekannt, schreibt Beatrice Giger, Medienbeauftragte der Staatsanwaltschaft St.Gallen, auf Nachfrage. Nachdem die Kantonspolizei St.Gallen den Fall ihrerseits abgeschlossen hatte, wurde dieser der Staatsanwaltschaft übertragen. Weiter schreibt Giger, dass am entsprechenden Bericht gearbeitet werde, wann dieser erscheinen wird, sei ungewiss.

Die Brandstelle rund um den Altar ist seit einem Monat unverändert. «Bevor die Reparatur beginnen kann, muss die Kirche professionell gereinigt werden», sagt Andreas Popp. Momentan kläre der Kirchenverwaltungsrat in Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege ab, welche Reinigungsfirma diese Aufgabe übernimmt.

Ein Lichtblick für die Kirchbürger

Die über 250-jährige Jakobuskirche in Steinach. Kirchenpräsident Andreas Popp hofft, schon bald wieder Gottesdienste im Barockbau durchführen zu können.

Die über 250-jährige Jakobuskirche in Steinach. Kirchenpräsident Andreas Popp hofft, schon bald wieder Gottesdienste im Barockbau durchführen zu können.

Bild: Benjamin Manser

Doch für die Pfarrei am Bodensee gibt es einen Lichtblick, denn der Kirchenpräsident hofft, die Kirche in etwa einem Monat wieder öffnen zu können. So scheint es als realistisch, die Gottesdienste um Ostern wieder in der geliebten Kirche zu feiern. Die Wiederherstellung der Holzkrippe, welche durch den Brand teilweise zerstört wurde, werde aktuell mit dem Rheintaler Holzschnitzer Robert Hangartner geklärt, sagt der Kirchenpräsident. Hangartner hat bereits die Holzkrippe im Jahr 2013 für die Pfarrei Steinach angefertigt. Er wird gewisse Figuren ganz neu schnitzen müssen, für andere wird eine Aufarbeitung reichen.