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Stein um Stein: Schweisstreibende Arbeit an der Hauptstrasse in Arbon

Die Stadt lässt die Schlossmauer aufwendig sanieren. Bei den sommerlichen Temperaturen keine angenehme Aufgabe für die Arbeiter. Maurer Patrick Mohn will aber nicht klagen.
Valentina Thurnherr
Die Arboner Schlossmauer ist in einem schlechten Zustand und wird saniert. (Bild: Reto Martin)

Die Arboner Schlossmauer ist in einem schlechten Zustand und wird saniert. (Bild: Reto Martin)

Patrick Mohn schwitzt im Moment noch ein bisschen mehr als die meisten anderen. Der Maurer bei der Firma Stutz arbeitet seit Juli an der Sanierung der Arboner Schlossmauer im Bereich vorne bei der Hauptstrasse. «Das ist im Moment bei dieser Hitze nicht angenehm», sagt er. Dennoch liebt er seinen Job. «Ich glaube, für diese Art von Sanierung kommt es nicht auf die Qualifikation in Sachen Können an, sondern auf den Menschen.» Den Mörtel anmischen könne im Prinzip jeder, aber man müsse ein Gefühl dafür haben, wie bei solchen Herausforderungen vorzugehen sei. «Man sollte wirklich mit Herzblut bei der Sache sein.» Mohn vergiesst viel davon.

Stolz als Triebfeder

«Mir geht es nicht ums Geld, mir geht es darum, etwas zu schaffen, worauf ich stolz sein kann.» Sollte irgendwo auf der Welt jemand bei Google das Stichwort «Arbon» eintippen, komme bestimmt als erstes dieses Schloss und irgendwann tauchten auch Fotos von der Arbeit auf, die sie hier machen würden. Dieser Gedanke treibe ihn an, das Beste zu geben.
Genaue Pläne existieren nicht Bei solchen Rekonstruktionen könne ausserdem niemand wirklich sagen, wie es richtig gemacht werde, denn genaue Pläne und Anleitungen würden nicht existieren. «Wir arbeiten hier mit historischen Materialien, also mit einem Gemisch aus Sand und Kalk», sagt Mohn. Die ursprüngliche Mauer bestehe aus Sandstein, darüber habe wohl irgendwann jemand mit Zement verputzt. «Und Zement lässt keine Flüssigkeiten durch. Deshalb hat sich das Wasser gesammelt und die Mauer ist quasi in der Mitte aufgeplatzt.» Baumwurzeln hätten das ihre dazu beigetragen.

Improvisationstalent nötig

Der Schaden sei grösser als angenommen. «Aber so etwas merkt man erst, wenn man schon begonnen hat.» Eine exakte Vorgehensweise hätten sie bei solchen Aufträgen ohnehin nie. «Wir können ja nicht voraussehen, was noch zum Vorschein kommt. Wir wissen, wie es am Ende aussehen soll, aber wir müssen während der Arbeiten immer wieder entscheiden, wie wir etwas angehen müssen, damit es funktioniert.» Hinzu komme, dass sie nicht mit Backsteinen arbeiten würden, sondern mit Natursteinen, so genannten Bollensteinen. «Bei solchem Material gibt es verschiedene Arten von Schichtungen, die man machen kann. Welche sie wählen würden, ergebe sich aus der jeweiligen Situation.
Was Mohn in den letzten zehn Jahren aufgefallen ist: Es werden immer mehr historische Gebäude saniert und nicht einfach abgebrochen. «Wir haben am Fischerhaus in Romanshorn, der St. Jakobskapelle in Biessenhofen oder dem «Tres Amigos» in Roggwil gearbeitet.»

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