Stefan Koster tritt nicht mehr zum zweiten Wahlgang an in Amriswil

Der SVP-Politiker konzentriert sich auf die Wiederwahl in den Stadtrat und verzichtet auf das Stadtpräsidium.

Rita Kohn
Drucken
Teilen
Stefan Koster kandidiert nur noch für den Stadtrat. (Bild: Reto Martin)

Stefan Koster kandidiert nur noch für den Stadtrat. (Bild: Reto Martin)

Ein knappes Jahr, nachdem er sich intensiv mit dem Gedanken beschäftigte, ob er für das Amt des Stadtpräsidenten kandidieren soll, zieht sich Stefan Koster als Kandidat zurück. Das Ergebnis aus dem ersten Wahlgang lasse keinen Zweifel, dass eine Wahl im Februar auf sehr schwachen Beinen stehen würde, sagt Stefan Koster an der Nominationsveranstaltung der SVP gestern Abend. Rückblickend betont Stefan Koster: «Wir haben einen fairen Wahlkampf geführt. Das war mir ein Anliegen, denn so entspricht es mir persönlich.» Hätte er den Wahlkampf im Stile der FDP geführt, so Koster, wäre das von den Wählern nicht goutiert worden.

«Aber wir haben die Situation falsch eingeschätzt», bekennt der bisherige SVP-Stadtrat. «Mit diesem Wahlresultat hat niemand gerechnet.» Man müsse sich fragen, was man falsch gemacht habe, zumal es nicht gelungen ist, das Wählerpotenzial der SVP abzurufen.

Drei Varianten geprüft

In den vergangenen Tagen hat Stefan Koster zusammen mit dem Wahlkomitee drei Varianten in Betracht gezogen: Zum einen die erneute Kandidatur für das Präsidium, allerdings mit eher schlechten Wahlchanchen. Zum anderen eine Doppelkandidatur für das Stadtpräsidium und für den Stadtrat. «Das hätte die Gefahr mit sich gebracht, dass das Ergebnis in beiden Bereichen eher bescheiden hätte ausfallen können.» Oder der Verzicht auf das Präsidium und eine erneute Kandidatur für den Stadtrat. Stefan Koster hat sich für den letzten Weg entschieden.

Amriswil will einen Wechsel

Im ersten Wahlgang für das Stadtpräsidium verpasst Gabriel Macedo (FDP) die Wahl nur gerade um 54 Stimmen. Der Auswärtige distanziert die beiden etablierten Amriswiler Politiker Stefan Koster (SVP) und André Schlatter (CVP) deutlich.
Rita Kohn