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Statt eines Kunstrasens soll die AS Calcio Kreuzlingen nun einen Naturrasenplatz erhalten

Kein halbes Jahr nach dem Volks-Nein zum Kunstrasenplatz im Döbeli kommt eine neue Vorlage in den Gemeinderat. Statt eines teuren Plastikfeldes soll ein günstigerer Naturrasenplatz entstehen.
Urs Brüschweiler
Der Sportplatz Döbeli - vorletzte Woche stand er noch unter Wasser - soll um ein strapazierfähiges Naturrasenfeld erweitert werden: (Bild Andrea Stalder)

Der Sportplatz Döbeli - vorletzte Woche stand er noch unter Wasser - soll um ein strapazierfähiges Naturrasenfeld erweitert werden: (Bild Andrea Stalder)

Mit 57 Prozent war das Nein der Stimmbürger am 10. Februar recht deutlich ausgefallen. Die Enttäuschung beim ambitionierten Fussballclub AS Calcio war riesig. Auf den Kunstrasenplatz im Döbeli hatte der aus allen Nähten platzende Verein sehnlichst gewartet. Angesichts des dringenden Bedarfs einer Erweiterung der Spielflächen leckten aber weder der Fussballclub noch die Stadt lange ihre Wunden.

Man machte aus der Not eine Tugend und schritt voran. Die Kosten – 2,85 Millionen Franken waren im Februar veranschlagt – und Kritik an der Ökologie eines Plastikspielfeldes, hatten gemäss der Analyse die erste Vorlage zum Scheitern gebracht. Entsprechend setzte man fortan auf einen strapazierfähigen Naturrasenplatz an selber Stelle. Mit 1,8 Millionen Franken ist das neue Projekt deutlich günstiger zu haben.

Keine Tribüne, kein Retentionsbecken

«Wir mussten bei der Planung auch nicht mehr von vorne anfangen», sagt Stadträtin Dorena Raggenbass. Verzichtet habe man beim neuen Projekt auf die Baumallee entlang des Saubaches, die Zuschauerstufen und das Retentionsbecken. Letzteres sei schlicht nicht mehr nötig, wenn ein Naturrasenfeld gebaut wird. An der Beleuchtung habe man nichts geändert. Der neue Platz erhält hingegen eine versenkbare, kleinteilige Bewässerungsanlage. Bei der Auswahl der Rasenart stimmt man sich auch mit der Nachbargemeinde Tägerwilen ab. Sie stand kürzlich vor exakt derselben Aufgabenstellung.

Mit dem Verzicht auf einen Kunstrasenplatz können zwar die Kapazitätsengpässe in den Turnhallen während der Wintermonate nicht entschärft werden, dennoch könne mit dem Bau eines Naturrasenfeldes im Döbeli der Bedarf kurzfristig erfüllt werden. «Man wird aber bei weiter positiver Entwicklung der Spielerzahlen schon bald wieder an Grenzen kommen», heisst es in der Botschaft.

Die Stadt hat der AS Calcio nach ihrer Forderung nach einer ausreichenden Infrastruktur zudem verschiedene kleinere Verbesserungsmassnahmen zugesichert, wie etwa eine neue elektronische Anzeigetafel.

Der Stadtrat Kreuzlingen machte sein offizielles Gruppenfoto zur neuen Legislatur im Döbeli. Dies ist als Zeichen des guten Willens zu verstehen. (Bild: PD)

Der Stadtrat Kreuzlingen machte sein offizielles Gruppenfoto zur neuen Legislatur im Döbeli. Dies ist als Zeichen des guten Willens zu verstehen. (Bild: PD)

Überdies sollen das bestehende Hauptfeld im Döbeli sowie die beiden Rasenfelder auf Klein Venedig in den kommenden Jahren ebenfalls in strapazierfähige Sportrasen umgebaut werden.

Erneute Volksabstimmung steht zur Debatte

Am nächsten Donnerstag wird der Gemeinderat über die Botschaft befinden. Mit der neuen Gemeindeordnung (Finanzkompetenz bis 2 Millionen Franken) könnte das Parlament das Geschäft in Eigenregie bewilligen. Dem Vernehmen nach steht jedoch ein Behördenreferendum im Raum. So würden die Gemeinderäte den Ball erneut dem Volk zuspielen. Die Urnenabstimmung würde in diesem Fall voraussichtlich am 20. Oktober stattfinden.

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