Starkoch David Geisser zeigt bei einem Show-Event in Amriswil, wie man Fische und Meeresfrüchte richtig zubereitet

Der junge Eventkoch David Geisser war zu Gast bei einem Show-Event in der Migros Amriswil. Dort stellte er den Teilnehmern neun Rezepte vor, die in zehn Minuten fertig sind. Die TZ war dabei. 

Rosa Schmitz
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David Geisser zeigt den Besuchern sein Können.

David Geisser zeigt den Besuchern sein Können.

Bild: Rosa Schmitz

Die perfekte Mahlzeit in zehn Minuten. Dass das möglich ist, demonstrierte Starkoch und vierfacher Kochbuchautor David Geisser am Mittwochabend in der Migros Amriswil anhand von neun Rezepten: Fischgratin, Lachscarpaccio, Vongole mit Chorizo, Lachstatar auf Blinis, Muscheln nach Matrosenart – allein beim Gedanken an diese Gerichte läuft einem das Wasser im Mund zusammen – geräucherte Forelle mit Fenchel. Seezungenfilets mit Algen Gurkensalat, Thunfischloins Sakublock in Sesamkruste. Kabeljau-Ceviche mit Avocado und Mango.

Alle verwendeten Lebensmittel wurden am Morgen frisch eingekauft. Und zwar im Haus, da der Kochevent in der Zusammenarbeit mit dem Grossverteiler realisiert wurde. Während des Events sagte Geisser wiederholt:

«Die Frische der Ware ist das aller Wichtigste.»

Roher Fisch müsse vor dem Verzehr 24 Stunden mindestens minus 20 Grad Celsius eingefroren gewesen sein. So verlange es eine EU-Richtlinie, die auch in der Schweiz gelte. Zudem sei bei der Zubereitung stets auf höchste Hygiene zu achten.

Rezepte Schritt für Schritt vorgeführt

Schritt für Schritt zeigte Geisser, wie jedes Rezept zubereitet werden soll. Er kochte in einer kleinen Küche am vorderen Ende des Raums, während Kameras ihn von oben filmten und das Video auf grossen Flachbildschirmen links und rechts von ihm reproduzierten, und erklärte den Prozess. Er deckte alles ab, vom Kauf, Transport, Lagerung und der Präparation der Produkte. Und erläuterte, warum er seine Gerichte mit gewissen Zutaten ergänzt oder nicht.

«Ich benutze zum Beispiel selten frischen Zitronensaft, wenn ich Fisch koche», sagte er. «Ich habe das Gefühl, es nimmt dem Gericht jeden anderen Geschmack.» Daher tendiert Geisser eher dazu, ein mit Zitrone aromatisiertes Olivenöl zu verwenden. Dies müsse aber hochwertig und kalt gepresst sein. Ausserdem: Zum Würzen würden meist Salz – der Starkoch empfiehlt Fleur de Sel oder Saltflakes – und Pfeffer reichen. Allenfalls Chili.

Gäste gingen mit vielem neuen Wissen nach Hause

Auch auf seine technischen Ansätze ging Geisser ein. Diskussionen löste vor allem das scharfe Anbraten mit Olivenöl aus. Der Starkoch beschwichtigte: Das Anbraten dauere gerade wegen der hohen Hitze nur kurz und bringt Röstaromen hervor. Dass sich bei Fleisch durch das Anbraten die Poren schliessen würden, sei indes ein Märchen. Er sagte:

«Das Fleisch hat gar keine Poren.»

Die Gäste schienen sehr zufrieden. «Wir haben so viel gelernt», sagte einer der 44 Teilnehmer am Ende des Abends. «Und das Essen war sensationell. Ich werde die Rezepte definitiv zu Hause wiederholen.»

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