Starke Zunahme
Der Wasserbedarf in Amriswil und Kesswil verdoppelt sich

Seit 1952 betreibt die Regio Energie Amriswil (REA) das Seewasserwerk in Kesswil. Seither wurde es zwei Mal ausgebaut und modernisiert. Jetzt wird es zum dritten Mal einer Sanierung unterzogen und erweitert.

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Das Seewasserwerk in Kesswil wird in den kommenden Jahren ausgebaut.

Das Seewasserwerk in Kesswil wird in den kommenden Jahren ausgebaut.

Bild: Andrea Stalder

(red) Der heutige Wasserbedarf ab dem Kesswiler Seewasserwerk liegt an Spitzentagen bei rund elf Millionen Liter pro Tag. Der prognostizierte maximale Wasserbedarf wird bis ins Jahr 2050 bei rund 22 Millionen Liter pro Tag liegen, also doppelt so hoch wie heute. Um diesem Bedarf künftig gerecht werden zu können, beginnt die REA rechtzeitig mit den Ausbauten am Seewasserwerk und dem Neubau der Fassungsleitungen.

Denn bereits im vergangenen Sommer stiess die Wasserförderung an ihre Kapazitätsgrenze. Dem nächsten anstehenden Engpass, prognostiziert auf das Jahr 2030, ist die Transportleitung von Kesswil nach Amriswil mit 400 Millimeter Durchmesser nicht mehr gewachsen. Bis 2025 wird nun die im Jahr 1952 erbaute Leitung auf einer Länge von etwa sechs Kilometern erneuert.

Wasser aus dem Bodensee

Das Wasser wird durch eine Fassungsleitung aus einer Tiefe von 30 Metern dem See entnommen und im Wasserwerk zu Trinkwasser aufbereitet. Die mittlere Tagesproduktion des Seewasserwerks Kesswil beläuft sich auf 5,7 Millionen Liter Wasser. Die maximale Produktion betrug im Jahr 2019 11,1 Millionen Liter pro Tag.

Ein weiteres Problem der Wasserversorgung: Quagga-Muscheln, welche die Leitungen der Wasserwerke verstopfen.

Ein weiteres Problem der Wasserversorgung: Quagga-Muscheln, welche die Leitungen der Wasserwerke verstopfen.

Bild: Andrea Stalder

Grundlage für diese Anpassungen war die «Koordinierte Trinkwasserversorgungsplanung von regionaler und überregionaler Bedeutung im Kanton Thurgau» des Amts für Umwelt. In Anlehnung daran wurde der zukünftige Wasserbedarf für Mensch, Tier und Landwirtschaft bis ins Jahr 2050 abgeschätzt.