Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Stadtpräsident Andreas Balg sagt zur Altstadt-Aufwertung: «Zu warten wäre fahrlässig»

Am Donnerstagabend stellte die Stadt die Details zum Projekt «Lebensraum Altstadt» vor. Der Stadtpräsident machte klar: Bei einem Nein sind die Bundesgelder von 2 Millionen Franken wahrscheinlich verloren.
Markus Schoch
Auf dem Marktplatz soll es künftig weniger Autos und mehr Menschen haben. (Bild: Max Eichenberger)

Auf dem Marktplatz soll es künftig weniger Autos und mehr Menschen haben. (Bild: Max Eichenberger)

Es ging vor allem darum, offene Fragen zu diskutieren. Und die zahlreichen Teilnehmer im Schloss nutzten die Gelegenheit. Arbon könne sich die Ausgaben von fast 2,7 Millionen Franken in der aktuellen finanziellen Situation nicht leisten, kritisierten die Gegner. Das stimme nicht. Das Projekt sei äusserst kostengünstig, weil sich der Bund mit 2 Millionen Franken beteilige, sagte Stadtrat Peter Gubser.

Die Gelder liegen zwar bis 2027 bereit. Doch bis dahin müsse alles abgeschlossen und abgerechnet sein, gab Stadtpräsident Andreas Balg zu bedenken. Viel spatzig bleibe deshalb nicht. «Wir sind jetzt schon eher später dran.» Es sei deshalb «fahrlässig», das Projekt auf die lange Bank zu schieben, wie es die Gegner vorschlagen würden. Zumal die Kosten eher früher als später sowieso anfallen würden. Denn 90 Prozent des Kredites seien für notwendige und ausgewiesene Sanierungsmassnahmen in der Altstadt geplant, beispielsweise im Bereich der Werkleitungen.

«Der Zeitpunkt ist ideal»

Aktuell seien die Zinsen tief, so dass die Belastung klein sei, sagte Gubser. «Der Zeitpunkt für die Investition ist deshalb auch aus diesem Grund ideal.» Dazu komme, dass die Stadt in finanzieller Hinsicht endlich Licht am Horizont sehe, erklärte Balg. Die Hochrechnung für dieses Jahr sieht ein Plus von über einer Million Franken vor.

Wenig Verständnis für die Einwände der Gegner hatte auch der frühere Stadtrat Reto Stäheli. «Die rund 125000 Franken jährlich tun Arbon nicht weh.» Vor allem komme die Stadt gar nicht darum herum, das Portemonnaie zu öffnen. Denn sie habe den Unterhalt in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt und bekomme jetzt die Rechnung präsentiert.

Verkehrssicherheit gibt zu reden

Ein Thema war auch die Verkehrssicherheit. Die Velofahrer würden sich sicher nicht an Tempo 20 halten in der Begegnungszone, meinte ein Besucher. Und für die Fussgänger werde es auf der Promenadenstrasse gefährlich, weil sie wie eine Begegnungszone gestaltet werde, aber tatsächlich keine sei und deshalb die Autofahrer Vorfahrt hätten, sagte ein anderer. Mit dieser Einschätzung nicht einverstanden war eine Frau im Publikum. Sie sah die Situation genau umgekehrt. Heute sei es gefährlich in der Altstadt für Fussgänger, und deshalb müsse dringend etwas gemacht werden. Sie erhoffe sich einiges von der Begegnungszone.

Angesprochen wurde auch das Problem mit den Rasern, die nicht zuletzt für die Schulkinder eine Gefahr seien. Die Stadt hat verschiedene Massnahmen vorgesehen, die es Autofahrern schwer machen sollen, aufs Gaspedal zu drücken. Die Parkplätze werden versetzt angeordnet, sagte Rainer Heeb, der stellvertretende Leiter der Abteilung Bau. «Ganz wichtig ist auch die Möblierung der Strasse», sagte Balg. Trotzdem werde es wohl immer einige geben, die sich einen Sport daraus machen würden, so schnell als möglich zu fahren.

Durchgangsverkehr noch immer zu gross

Auf der Hauptstrasse würden sich heute rund 80 Prozent der Autofahrer an Tempo 30 halten, sagte Gubser. Die Zahl der Fahrzeuge sei zwar von 12000 auf 3000 täglich herunter gekommen. Der Durchgangsverkehr sei aber immer noch zu gross. Es sei deshalb sehr erfreulich, dass das geplante Einbahnregime von niemandem in Frage gestellt werde, sagte Max Gimmel, der Co-Präsident der FDP. «Ich finde das grossartig».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.