STADTPLANUNG
«Mit einem sportlichen Zeitplan könnte man 2023 bauen»: Das Hotel am Romanshorner Hafen wird vielleicht schon bald Realität

2017 hat die Stadt der Hess Investment AG Land im Bogen der Hafenpromenade verkauft. Dies zum Bau eines Hotels. Um Synergien zu nutzen, will es die Bodensee-Schifffahrt betreiben. Jetzt informierten die Verantwortlichen über den Stand der Dinge.

Tanja von Arx
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Auf dem rot markierten Gelände soll schon bald ein Hotel zu stehen kommen.

Auf dem rot markierten Gelände soll schon bald ein Hotel zu stehen kommen.

PD

Langsam wird es Realität. Gemeint ist das Hotel am Hafen, wofür sich die Romanshorner vor einigen Jahren deutlich ausgesprochen haben. An der gestrigen Videokonferenz informierten Stadtrat Philipp Gemperle, Ressort Ortsplanung und Baurecht, Benno Gmür, Delegierter des Verwaltungsrates bei der Schweizerischen Bodenseeschifffahrtsgesellschaft AG (SBS), und Stadtplaner Ronnie Ambauen über den Stand der Planung rund um die Hafenpromenade.

Philipp Gemperle, Stadtrat mit Ressort Ortsplanung und Baurecht.

Philipp Gemperle, Stadtrat mit Ressort Ortsplanung und Baurecht.

PD

Gemperle sagte zu Beginn des einstündigen Anlasses:

«Wir haben uns das nicht aus den Fingern gesogen.»

Für die Entwicklung der Stadt seien die Grundlagen seit 2013 erarbeitet worden. Konkret über den Kommunalen Richtplan, den Rahmennutzungsplan und den Gestaltungsrichtplan Innenstadt. «Viele haben an Workshops und in Stadtgesprächen mitgewirkt.»

Benno Gmür, Delegierter des SBS-Verwaltungsrates.

Benno Gmür, Delegierter des SBS-Verwaltungsrates.

Reto Martin

Gmür betonte, dass man Synergien nutzen müsse, da das geplante Hotel im Bogen der Hafenpromenade sonst nicht wirtschaftlich betrieben werden könne; die Romanshorner hatten der Hess Investment AG 2017 Land zum Bau der Hotelanlage verkauft. «Die SBS soll das Hotel bauen und betreiben.» Sitzungen mit einer Spurgruppe hätten ergeben, dass das Areal von den Gleisanlagen bis zum Alten Zollhaus zusammenhängend geplant werden solle. Gmür:

«Die SBS gibt deshalb in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Studie in Auftrag.»

Drei Städtebau- und Landschaftsarchitekturbüros bringen Vorschläge ein, die ein Gremium bestehend aus Sach- und Fachexperten beurteilt. «Der Studienauftrag soll die städtebauliche Stellung und äussere Erscheinung des Hotels überprüfen und die zulässigen Bauten, die Gestaltung des Hafenboulevards, der Hafenpromenade und des Identität stiftenden Freiraums für das angrenzende städtische Areal vorschlagen.» Zudem stelle sich die Frage, ob ein öffentliches Parkhaus geplant werden solle mit Synergien zur Hotel-Parkierung.

Parkplätze sollen in Tiefgarage verlegt werden

Laut der Stadt könnte die Parkgarage für das Gebiet vom Seepark bis zur Hafenpromenade dienen. Gemperle: «2015 hat sich die Gemeinde unter der «Bodan»-Überbauung fünfzig öffentliche Parkplätze gesichert, um jene zu ersetzen, die im Planungsperimeter wegfielen.» Die 75 Parkplätze östlich des Alten Zollhauses sollen gemäss Kommunalem Richtplan ebenfalls durch unterirdische ersetzt werden.

«Die gesamte Parkierung im Gebiet Hafenpromenade hat in einer eigenständigen Tiefgarage mit 100 bis 130 Plätzen zu erfolgen und muss eine hohe Flexibilität bei der Realisierung bieten.»

Die meisten Fragen aus dem Plenum richteten sich nach der Garage und dem Verkehr. Die Verantwortlichen sagten, dass ein Gesamtverkehrskonzept erarbeitet würde, das auch die Parkierung der ganzen Stadt unter die Lupe nehme. «Mit einem sportlichen Zeitplan könnte man 2023 bauen», so Gemperle zum Schluss. Wichtig sei einem, transparent zu informieren, um die Bevölkerung einzubinden. «Im Sommer werden wir voraussichtlich über die angesprochene Studie informieren.»