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Stadt Romanshorn zahlt keine Beiträge an Tierschutz

Der Tierschutzverein soll künftig keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten.
Valentina Thurnherr

Heinz Hogrefe findet es «sackdaneben», dass die Stadt keinen Beitrag an den örtlichen Tierschutzverein zahlen will. «Die beiden Helferinnen rücken zu jeder Tages- und Nachtzeit aus, wenn ein Notruf eingeht.» Auch die Polizei habe sich schon bei den Vereinsmitgliedern für deren Hilfe bedankt. Denn Polizisten könnten sich beispielsweise bei einer Wohnungsauflösung, bei der Katzen zurückbleiben würden, nicht selber um die Tiere kümmern. «Hinzu kommt, dass Hundebesitzer jährlich eine Steuer von Hundert Franken zahlen müssen. Ich bin der Meinung, dass davon wenigstens ein Franken an den Tierschutzverein abgegeben werden könnte», sagt der Anwohner.

Der Präsident ist ebenfalls enttäuscht

Hogrefe wurde aufmerksam auf die fehlende Finanzierung im Jahresheft des Tierschutzvereins. Der Präsident schreibt, dass man durch gezielte Kommunikation und Aufklärung zwar die Gemeinden Arbon, Egnach, Roggwil, Salmsach und Hefenhofen für eine jährliche Spende gewinnen konnte. Allerdings hätte die Stadt Romanshorn einen Beitrag verweigert und würde mittlerweile keine Unterstützung mehr zur Verfügung stellen. «Das ist besonders enttäuschend.» Ausserdem sei es traurig, wie in einigen Gemeinden mit der Gutmütigkeit ehrenamtlicher Arbeiter umgegangen werde.

Der Präsident fährt fort: Tierschutzvereine würden sehr häufig auf Anfrage von Behörden und öffentlichen Einrichtungen ausrücken. Die damit verbundenen Kosten zumindest teilweise mitzutragen und den Helfern auf diesem Weg eine minimale Anerkennung für den Einsatz auszusprechen wäre jeder Gemeinde zuzumuten. Bereits in einem früheren Jahresheft hatte der Vereinspräsident auf die unbefriedigende Unterstützung durch die umliegenden Gemeinden aufmerksam gemacht. Doch: Auf Anfrage macht der Tierschutzverein keine weiteren Angaben.

Keine Begründung zu fehlender Unterstützung

Auf Nachfrage schickt die Stadtverwaltung ein kurzes Statement und hält fest, dass sie bis 2015 Beiträge an den Tierschutzverein geleistet habe. Zuletzt sei 2014 eine Zahlung in Höhe von 515 Franken erfolgt. Weshalb die finanzielle Unterstützung seither eingestellt worden sei, könne wegen Abwesenheit der «zuständigen Stellen» nicht begründet werden.

Hogrefe findet es beschämend, dass Organisationen, die keine Lobby haben, so behandelt werden. «Ich erwarte, dass der Tierschutzverein Romanshorn finanziell unterstützt wird.»

Heute um 14 Uhr findet die Generalversammlung des Tierschutzvereins statt. Ein Mitglied des Romanshorner Stadtrates wird anwesend sein.

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