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Stadt Amriswil zahlte drei Millionen

In absehbarer Zeit öffnet die Migros im Zentrum der Stadt nicht nur ihr neues Einkaufszentrum, sondern auch die zweistöckige Tiefgarage. Stadtpräsident Martin Salvisberg erklärt, wie die Garage genutzt werden kann.
Rita Kohn
Die Migros baut im Zentrum ein neues Einkaufcenter mit Tiefgarage. Zudem kanna uf dem direkt daneben liegenden Viehmarktplatz parkiert werden. (Bild: Rita Kohn)

Die Migros baut im Zentrum ein neues Einkaufcenter mit Tiefgarage. Zudem kanna uf dem direkt daneben liegenden Viehmarktplatz parkiert werden. (Bild: Rita Kohn)

Herr Salvisberg, im kommenden Jahr öffnet die Migros im Zentrum von Amriswil ihre Türen und damit auch die Tiefgarage. An der Tiefgarage ist ja auch die Stadt beteiligt. Inwiefern?

Mit der Abstimmungsbotschaft vom 28. November 2010 hat der Stadtrat den Stimmberechtigten einen Investitionsbeitrag von 3 Millionen Franken an das Projekt der Migros vorgelegt und damit das Recht für die öffentliche Nutzung der Tiefgarage erworben.

Was heisst das für die Amriswiler Bevölkerung? Wie stehen die Parkplätze zeitlich zur Verfügung?

Parkgaragen von Einkaufszentren sind normalerweise nur während den Geschäftsöffnungszeiten zugänglich. Aus Sicherheitsgründen und um Vandalenschäden zu vermeiden, werden die Zu- und Ausfahrten nach Ladenschluss verriegelt.
Während eines Grossanlasses kann die Stadt die Tiefgarage der Migros benutzen, nicht aber jene des Amriville. Vorgesehen ist, dass die Zufahrt ins Parkhaus Süd (Migros) bis um 23:00 Uhr möglich ist.
Der Kunde kann via Treppenhaus Rütistrasse zeitlich unbeschränkt ins Parkhaus gelangen (während Veranstaltung). Die Ausfahrt erfolgt normal mittels bezahltem Ticket oder Parkingpay-Badge.

Bei der Abstimmung zur Kostenbeteiligung der Stadt war die Nutzung der Tiefgarage unter anderem für Sportplatzbesucher ein wichtiges Argument. Kann das noch gewährleistet werden?

Die Stadt Amriswil hat selber auch Parkplatzbedarf, insbesondere im Zusammenhang mit grösseren Veranstaltungen im Pentorama und bei anderen Grossanlässen. Dieses Argument hat nach wie vor seine Gültigkeit.

An wen gehen die Einnahmen durch die Parkgebühren?

Die öffentliche Benutzung seitens Stadt ist grundsätzlich mit der am 11. Dezember 2012 vereinbarten Personaldienstbarkeit geregelt. Gemäss dieser Dienstbarkeit stehen an den jeweiligen Veranstaltungsdaten die Einnahmen der Parkgebühren der Stadt zu (unter der Woche ab 1/2 Stunde nach Ladenschluss). Dies muss durch die Software der Parkplatzbewirtschaftungsanlage sichergestellt sein.

Der Amriswiler Stadtpräsident Martin Salvisberg. (Bild: Reto Martin / 31. Dezember 2017)

Der Amriswiler Stadtpräsident Martin Salvisberg. (Bild: Reto Martin / 31. Dezember 2017)

Wie gross ist der Bedarf an Parkplätzen ausserhalb der Öffnungszeiten der Ladengeschäfte?

Diese Frage kann nicht mit einer Zahl beantwortet werden. Dies hängt davon ab, welche Grossanlässe welches Publikum von nah und fern anzulocken vermögen und welche Verkehrsmittel beansprucht werden. Wir sind mit dieser Nutzungsmöglichkeit der Migros-Tiefgarage gut gewappnet und können den Veranstaltern optimale Rahmenbedingungen anbieten.

Derzeit ist der Viehmarktplatz als Parkplatz nutzbar, es gibt ja aber Pläne, diesen Platz im Sinne des verdichteten Bauens zu überbauen. Wird es dann noch genügend Parkiermöglichkeiten im Zentrum geben?

Das seinerzeit angedachte Bebauungsprojekt auf dem Viehmarktplatz war auch mit der Schaffung von weiteren Tiefgaragenplätzen direkt unter dem Gebäude geplant. Der Viehmarktplatz gehört der Stadt und die zukünftige Gestaltung wird in absehbarer Zeit auf mögliche Nutzungen neu überdacht. Konkrete Entscheide sind bis zum heutigen Datum keine gefällt.

Ein weiterer Brennpunkt ist der Bahnhof, wo in absehbarer Zeit Parkplätze wegfallen. An der Poststrasse gibt es mittelfristig Überbauungspläne. Sind da weitere öffentliche Parkplätze in Tiefgaragen vorgesehen?

Über das Agglomerationsprogramm der dritten Generation beabsichtigt die Stadt Amriswil, ein überzeugendes Gesamtpaket «Bahnhofplatzgestaltung Amriswil» zu schnüren, um alle Ansprüche und Massnahmen an diesem wichtigen Ort aufeinander abzustimmen.
Der Bahnhofplatz soll im Bereich des heutigen Busbahnhofs im Rahmen einer Gesamtkonzeption neu organisiert und gestaltet werden. Das Konzept hat die mittel- und langfristigen Bedürfnisse und Anforderungen von Stadt, Kanton, SBB und Busbetreiber (AOT, PostAuto) weitestgehend zu berücksichtigen.

Gibt es Möglichkeiten, in Bahnhofnähe weitere Parkplätze für Pendlerinnen und Pendler zu generieren?

Öffentliche Parkplätze sind zur Zeit auf der Nordseite der Bahnlinie in beschränktem Masse vorhanden, der mögliche Bau eines Parkhauses auf dieser Fläche zur Realisierung von öffentlichen Parkplätzen könnte ein Gedankengang für die Zukunft sein. Vorgängig sind die verschiedenen Anforderungen zu definieren und die Konfliktpunkte sichtbar darzulegen. Die Diskussion anhand verschiedener Variantenstudien soll zu einem breit abgestützten Konsens in dieser Angelegenheit führen.

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