«Speedy Roll» ist das Kinderspiel des Jahres: Die Romanshornerin Sigrid Wood ist nicht ganz unschuldig daran

Die Präsidentin der örtlichen Ludothek hatte als Beirätin ein gewichtiges Wort mitzureden. In den letzten Monaten war sie viel unterwegs in Kindergärten und Schulen, um zu sehen, welche der in der engeren Auswahl stehenden Spiele bei den Mädchen und Buben ankommen und welche nicht.

Markus Bösch
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Sigrid Wood mit Romanshorner Kindergärtlern beim Spielen.

Sigrid Wood mit Romanshorner Kindergärtlern beim Spielen.

Bild: Markus Bösch (16. Juni 2020)

Sieben Personen als Jury und Beiräte – und viele Kinder – haben mitgeholfen, das Kinderspiel des Jahres 2020 (für Drei- bis Siebenjährige) zu bestimmen: Die Präsidentin der Romanshorner Ludothek, Sigrid Wood, ist eine der drei Beiräte. Und sie war in den letzten Monaten vor dem Lockdown viel unterwegs in Kindergärten und Schulen. 15 Klassen stellten sich als Testgruppen zur Verfügung. Die Jurymitglieder trafen eine Vorauswahl der auszuprobierenden Spiele , so wurden von 110 Neuerscheinungen etwa 80 Spiele getestet. Wood sagt:

«Das war für mich eine sehr spannende Zeit, zu sehen und zu erleben, welche Spiele bei Kindern ankommen.»

An einer Onlinesitzung haben die Verantwortlichen Erfahrungen ausgetauscht und aus 20 Spielen die Auswahl für die Empfehlungsliste und die Nominierungen getroffen. Nach intensiven Diskussionen sind sieben Spiele auf eine Liste gekommen, drei davon für den Preis nominiert.

Der Entscheid fiel in geheimer Wahl

«Wir sind die Roboter» ist ein kooperatives Einschätzspiel für Kinder ab fünf Jahren. «Fotofish» ist ein farbenfrohes Reaktionsspiel für Kinder ab vier Jahren und «Speedy Roll» ein spannendes Wettrollen für Kinder ab vier Jahren. Dieses wurde mit allen beteiligten Kindergärten oft und gern gespielt: «Das ist mein eigentlicher Favorit», gesteht Sigrid Wood. «Am vergangenen Samstag haben wir wieder zu siebt in einer geheimen Onlinewahl den Favoriten bestimmt.»

Am Montag um 10.30 Uhr wurde die Verleihung vorgenommen – allerdings aufgrund der Situation nur auf virtueller Ebene. Wood bedauert das Prozedere. «Das war verständlich und trotzdem schade, denn die Verleihung im letzten Jahr in Hamburg war doch um einiges emotionaler», sagt die initiative Ludotheksleiterin.

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