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Spannende Einblicke in Weinfeldens Grundwasserpumpwerk

Eine mehrstündige Expedition auf Einladung der Volkshochschule gab es am Samstagmorgen zum Thema Trinkwasser.
Christoph Heer
Besucher besichtigen das Pumpwerk Schachen. (Bild: Donato Caspari)

Besucher besichtigen das Pumpwerk Schachen. (Bild: Donato Caspari)

170 Liter Trinkwasser verbrauchen Herr und Frau Schweizer täglich. Getrunken werden dabei aber lediglich zwei bis drei Liter. Der grosse Rest wird via Dusche, Toilettenspülung oder Waschmaschine verbraucht. Ganz bewusst wird immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass alles – damit sind auch Giftstoffe oder zum Beispiel Medikamentenreste gemeint – irgendwann und irgendwo wieder erscheint. Das weiss Walter Krähenbühl ganz genau. Der Geschäftsführer der Technischen Betriebe Weinfelden (TBW) betont:

«Schon lange gilt Wasser als selbstverständlich, das würde sich wohl erst ändern, wenn es für einmal nicht mehr funktionieren würde.»

Die Volkshochschule Mittelthurgau hatte zur samstagmorgendlichen Exkursion eingeladen. Zusammen mit Walter Krähenbühl und Brunnenmeister Marc Scheiwiller wird der über dreistündige Informationsanlass ein richtiger Erfolg.

Einziger Horizontalfilterbrunnen im Thurgau

Die Freude der Veranstalter ist gross, als sich immer mehr Personen am Standort der TBW an der Weststrasse besammeln. Von der Weststrasse aus läuft die Menschentraube an der Unteren Au vorbei in Richtung Grundwasserpumpwerk Schachen, in welchem der einzige Horizontalfilterbrunnen im ganzen Kanton Thurgau betrieben wird.

Die Teilnehmer begeben sich auf den Weg. (Bild: Donato Caspari)

Die Teilnehmer begeben sich auf den Weg. (Bild: Donato Caspari)

Natürlich werden schon auf dem Marsch viele Fragen zum Thema Trinkwasser aufgeworfen, aber so richtig interessant wird es beim Anblick dieses Pumpwerks, dessen Filterbrunnen einen Durchmesser von fast drei Metern und eine Tiefe von 30 Metern aufweist.

«Unglaublich, wie viel Technik in so einem Grundwasserpumpwerk steckt»,

meint eine Besucherin. Eine andere sagt, dass es sich immer lohnt, an solchen Exkursionen teilzunehmen. «Schliesslich soll man wissen, woher unser kostbares Gut kommt und was alles dafür getan wird, dass wir es bedenkenlos ab Wasserhahn geniessen können.»

Sonne, Wind und neue Bekanntschaften

Nach einem kurzen Abstecher zur Kläranlage Zelgli endete die Exkursion dort, wo sie begonnen hat. Stets mit dabei sind an diesem Samstagmorgen der kräftig blasende Wind, die wärmenden Sonnenstrahlen und die Kurzweil. Es werden Bekanntschaften geschlossen, Freundschaften gepflegt und das alles in einem ebenso informativen, wie sympathischen Rahmen. Die Teilnehmer nehmen viele Eindrücke mit nach Hause, an den Mittagstischen wurde wohl, intensiver als sonst, über eines der kostbarsten Güter unserer Erde sinniert.

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