Sommeri
Filmreife Zirkusliebe

Am Freitagabend feierte der Dokfilm über Clown Olli Hauenstein und seine Frau Ulrike Publikumspremiere im «Löwen» in Sommeri.

Manuel Nagel
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Ulrike und Olli Hauenstein stellen sich den Fragen des Publikums.

Ulrike und Olli Hauenstein stellen sich den Fragen des Publikums.

Bild: Manuel Nagel (Sommeri, 27. August 2021)

Es kommt nicht oft vor, dass man als Kinobesucher die Hauptdarsteller kennt. Doch so ging es wohl der Mehrheit der rund 70 Leute, die am Freitagabend im Open-Air-Kino waren, das von Kino Roxy und der «Löwenarena» Sommeri durchgeführt wurde. Wahrscheinlich deshalb, weil die Protagonisten des Dokumentarfilms «Ich hätte am Kronleuchter hängen bleiben müssen» selbst in Sommeri wohnhaft sind.

Und so aussergewöhnlich der Titel des Films auch klingen mag, der Film selbst steht ihm in nichts nach. Denn er porträtiert die Karriere des Clowns Olli Hauenstein, wie er sich während eines Engagements beim Circus Roncalli in seine Frau Ulrike verliebt, wie diese ihren Mann anschliessend begleitet und unterstützt – und wie sie oftmals an ihm verzweifelt. Aussergewöhnlich ist ebenfalls, dass der Regisseur der Sohn der beiden Porträtierten ist – Diego Hauenstein.

Der 32-Jährige, der in Berlin lebt, konnte der Publikumspremiere leider nicht beiwohnen, wurde jedoch von seinen Eltern vertreten, die sich nach dem Film den Fragen des Publikums stellten. Eine Besucherin meinte, man müsse den Film erst mal sacken lassen. Eine andere hatte hingegen nach den 72 Minuten, die der Film dauert, eine Frage parat:

«Weisst du, welch fantastische Frau du hast, Olli, dass sie dir stets zur Seite gestanden ist?»

Sie könnte nicht mit einem Clown zusammen sein, so die Besucherin. Das wäre ihr zu anstrengend. «Ja, das weiss ich», antwortet Olli Hauenstein der Frau und lächelte verschmitzt.

Eine wunderschöne Atmosphäre herrscht im Garten des «Löwen» mit der Kirche Sommeris hinter der Filmleinwand.

Eine wunderschöne Atmosphäre herrscht im Garten des «Löwen» mit der Kirche Sommeris hinter der Filmleinwand.

Bild: Manuel Nagel (Sommeri, 27. August 2021)