SOMMERI
Doppelter Grund zur Freude: Jahresrechnung und Roffler schliessen positiv ab

Eine erfreuliche Jahresrechnung und eine würdige Verabschiedung von Gemeinderat Ruedi Roffler prägten die Versammlung der Politischen Gemeinde Sommeri.

Christof Lampart
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Gemeindepräsidentin Priska Rechsteiner dankt dem zurückgetretenen Gemeinderat Ruedi Roffler für seine langjährige Arbeit für die Gemeinde.

Gemeindepräsidentin Priska Rechsteiner dankt dem zurückgetretenen Gemeinderat Ruedi Roffler für seine langjährige Arbeit für die Gemeinde.

Bild: Christof Lampart (Sommeri, 9. Juni 2021)

Vor 40 Stimmberechtigten führte Gemeindepräsidentin Priska Rechsteiner am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle von Sommeri durch die diesjährige Rechnungsgemeinde. Dabei konnte sie auf erfreuliche Zahlen verweisen, resultierte doch bei einem Ertrag von Fr. 1'474'591 Franken und einem Aufwand von Fr. 1'468.402 ein kleiner Ertragsüberschuss von 6189 Franken. Dieser wurde diskussionslos dem Eigenkapital zugewiesen, das sich somit auf 883'535 Franken erhöhte.

Mehr Erträge und weniger Ausgaben

Insgesamt fiel der Abschluss 2020 gegenüber dem Budget 2020 um 107'381 Franken besser aus. Priska Rechsteiner führte dies auf eine ganze Reihe von Minderausgaben wie einen neuen, jüngeren und somit auch kostengünstigeren Gemeindeschreiber (minus 16'000 Franken) und auch auf deutlich geringere Sozialhilfeausgaben (minus 24'000 Franken) als im Vorjahr zurück.

Aber auch die Beiträge aus dem kantonalen Finanzausgleich (plus 34'000 Franken) und die Steuereinnahmen bei natürlichen und juristischen Personen (plus 27'000 Franken) flossen üppiger als auch schon. Allerdings waren die höheren Steuererträge nur auf die Steuern aus früheren Jahren zurückzuführen.

Investitionsrechnung schliesst unter Budget ab

Die Steuerkraft im vergangenen Jahr ist je Einwohner um fast 300 Franken gesunken. Positiv war im Jahr 2020 hingegen die Entwicklung bei den Einwohnern, stieg doch deren Anzahl auf 622, was einem Bevölkerungswachstum von 3,9 Prozent entspricht.

Besser als erwartet präsentiert sich auch die Investitionsrechnung 2020, denn statt den budgetierten 210'000 Franken an Nettoinvestitionen mussten nur 197'518 Franken für Strassen sowie für die Wasserversorgung und das Abwasser aufgewendet werden. Der Souverän hiess die Jahresrechnung einstimmig gut.

Ein Mann, der zum Nachdenken anregt

Gut war die Stimmung auch bei der Verabschiedung eines lokalpolitischen Urgesteins, wie es Ruedi Roffler eines ist. Der ehemalige Fondsmanager, der 14 Jahre lang im Gemeinderat gesessen hatte, wurde von Rechsteiner und seinen Gemeinderatskollegen für seinen nimmermüden Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit gelobt.

162 ordentliche Sitzungen und unzählige weitere Versammlungen sei «de Ruedi» eine wertvolle Stütze gewesen, fand die Gemeindepräsidentin anerkennende Worte.

«Du warst immer ein kritischer Mitdenker und hast uns manchmal zum Nachdenken verleitet. Das werde ich vermissen, waren doch deine Inputs immer wertvoll.»

Als Ressortleiter «Werke» habe sich Ruedi Roffler immer auf die Seite der Einwohnerinnen und Einwohner geschlagen. Die Gemeindepräsidentin sagte zu ihm:

«Du hast immer geschaut, dass die Leute ja nie zu viel zahlen mussten.»

Der so Gelobte gab die verbalen Blumen gerne zurück: Dass er die Arbeit so lange und so gerne gemacht habe, habe mitunter auch daran gelegen, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stets die Arbeit des Gemeinderates geschätzt und unterstützt hätten.

«Das ist keineswegs selbstverständlich, wie man an anderen Orten sehen kann», sagte Roffler vielsagend, der anschliessend aus den Händen von Priska Rechsteiner ein Geschenk und einen Blumenstrauss entgegennehmen durfte.