Sommeri

Die Gesundheit 2021 kostet die Sommerer Steuerzahler viel mehr als im Vorjahr

Die Stimmbürger von Sommeri genehmigen das Budget mit einem Minus von rund 80'000 Franken einstimmig.

Manuel Nagel
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Sommeris Gemeindepräsidentin Priska Rechsteiner, flankiert von Gemeindeschreiber Björn Stäheli und Gemeinderat Joachim Oswald, präsentiert den 40 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern das Budget für das Jahr 2021.

Sommeris Gemeindepräsidentin Priska Rechsteiner, flankiert von Gemeindeschreiber Björn Stäheli und Gemeinderat Joachim Oswald, präsentiert den 40 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern das Budget für das Jahr 2021.

Bild: Manuel Nagel (Sommeri, 1. Dezember 2020)

Die Gemeinde Sommeri ist in der aktuellen Lage zurückhaltend mit ihrer Prognose. Das gilt einerseits für die Steuereinnahmen im Budget 2021, aber auch beim Bevölkerungswachstum.

Bei den Fiskalerträgen habe man die Vorgaben des Kantons übernommen und rechne bei den natürlichen Personen mit vier Prozent weniger, bei den juristischen Personen gar mit einem Rückgang von 14 bis 15 Prozent, sagte Priska Rechsteiner an der Gemeindeversammlung, die am Dienstagabend im Saal der «Linde» stattfand und zu der 40 der 416 Stimmberechtigten erschienen waren. Zum Ende des letzten Jahres lebten 608 Menschen im Dorf, und im Finanzplan gehe man davon aus, dass sich die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2025 nur minim auf 615 Personen erhöhen werde.

Kein Betrag budgetiert für die Tagesschule Nostra

Aussergewöhnliches im Budget suchte man vergebens. Doch die Ausführungen von Gemeinderat Joachim Oswald zu den Kosten im Gesundheitswesen waren interessant. Auch im kommenden Jahr steigen die Kosten in diesem Bereich an und unter dem Strich muss die Gemeinde erstmals über 100'000 Franken aufwenden. Für das aktuelle Jahr budgetierte man noch rund zehn Prozent weniger. Alleine bei der Position «Spitäler, Kranken- und Pflegeheime» werden mit 64'500 Franken über 20'000 Franken mehr als im Vorjahr budgetiert. Joachim Oswald sagte:

«In den zehn Jahren, in denen ich nun im Gemeinderat sitze, sind die Kosten von 47 Franken auf 110 Franken pro Einwohner gestiegen.»

Bei der Position «Familie und Jugend» wollte Schulbehördemitglied Bernard Gertsch wissen, weshalb man dort keinen Betrag für die Tagesschule Nostra in Amriswil budgetiert habe. Priska Rechsteiner erklärte, dass man für einmal darauf verzichtet habe, weil einerseits die Schule in den letzten Jahren Gewinne erzielte, Sommeri hingegen es nicht so rosig ergangen sei. Und aktuell besuche auch kein Kind aus dem Dorf die Tagesschule.

Einstimmigkeit beim Budget

Rudolf Roffler an seiner letzten Budgetsitzung als Gemeinderat von Sommeri.

Rudolf Roffler an seiner letzten Budgetsitzung als Gemeinderat von Sommeri.

Bild: Manuel Nagel (Sommeri, 1. Dezember 2020)

Die leicht angespannte Lage schlägt sich auch in der Investitionsrechnung nieder. Für 2021 hat Sommeri nichts eingeplant. Gemeinderat Rudolf Roffler, der im Sommer aus der Exekutive zurücktritt, betonte jedoch:

«Es handelt sich hierbei nicht um einen Investitionsstopp, sondern lediglich um eine Investitionspause.»

Das Budget 2021 mit einem Minus von 79'842 Franken verabschiedeten die 40 Stimmbürgern letztlich einstimmig.