Solothurn und Korsika: Auf Volley Amriswil warten zwei schwierige Tests

Amriswils NLA-Volleyballer stehen in den kommenden Tagen auswärts zweimal auf dem Prüfstand - in der Schweizer Meisterschaft und im Europacup. Für den nötigen Schliff sorgt derweil das neue, heimische Tellenfeld.

Matthias Hafen
Hören
Drucken
Teilen
Das Trio an der Seitenlinie harmoniert (von links): Cheftrainer Marko Klok, Assistent Matevz Kamnik und Mélanie Pauli.

Das Trio an der Seitenlinie harmoniert (von links): Cheftrainer Marko Klok, Assistent Matevz Kamnik und Mélanie Pauli.

Bild: Mario Gaccioli

Das Wochenende hat es für Volley Amriswil in sich. Am Samstag, um 17.30 Uhr, gastiert der Leader beim Tabellenzweiten Schönenwerd. Es ist das Gipfeltreffen der zwei bislang dominierenden Teams in dieser Saison. Die noch unbesiegten Oberthurgauer haben lediglich einen Punkt Vorsprung auf die Solothurner, die erst eine Niederlage einstecken mussten. Das für sie schmerzhafte 0:3 kassierten die Schönenwerder zum Saisonauftakt im Amriswiler Tellenfeld. Seither holten die Zweitplatzierten das Maximum von 21 Punkten mit einem Satzverhältnis von 21:3.

Schönenwerd ist also bereit für den Spitzenkampf. Und es wird der erste Charaktertest für Amriswil und dessen Trainer Marko Klok. Der Niederländer lässt sich durch die spannende Affiche aber nicht verrückt machen. «Wir sind gut vorbereitet. Jetzt kann die Mannschaft zeigen, was in ihr steckt.»

Das Kader verfügt nun auch über Tiefe

Klok schätzt sein aktuelles Kader noch ein bisschen stärker ein als jenes von vergangener Saison – vor allem in der Tiefe. «Ich kann jetzt Spieler auf verschiedenen Positionen einwechseln, ohne dass es zu einem Bruch in unserem Spiel kommt», sagt Amriswils Coach. Auch lobt der Niederländer die Zusammenarbeit innerhalb des Trainerstabs der Thurgauer. Mit dem letztjährigen Mittelblocker Matevz Kamnik, seit dieser Saison Kloks Assistent, könne er sich von Sportler zu Sportler austauschen. Und auch Athletiktrainerin Mélanie Pauli leiste für die Equipe eine wichtige und hervorragende Arbeit.

Neuer Boden lässt mehr Intensität zu

Nicht zuletzt biete die neue Tellenfeldhalle gute Voraussetzungen für den Tagesbetrieb einer NLA-Mannschaft, sagt Klok. Der gelenkschonende Boden etwa sorge dafür, dass Volley Amriswil seine zwei Trainings pro Tag anders gestalten kann als noch in der alten Halle. «Wir trainieren jetzt intensiver und länger», sagt Marko Klok. In der alten Halle hätten die Spieler bei einer solchen Intensität oft Probleme mit den Füssen, Knien und dem Rücken bekommen. «Körperteile halt, die beim Abspringen und Landen beansprucht werden.» Und auch Scout Riccardo Balsamo sei ein wichtiger Erfolgsfaktor. «Wir haben Schönenwerd gut studiert», sagt Klok.

Nach dem Spitzenkampf der Europacup

Für Volley Amriswil steht auch Anfang nächste Woche viel auf dem Spiel. Nur zwei Tage nach dem NLA-Topspiel vom Samstag in Schönenwerd reist die Mannschaft von Trainer Klok nach Korsika. Dort spielt sie am Dienstag um 20 Uhr das CEV-Cup-Hinspiel gegen den Tabellensechsten der französischen Topliga, GFC Ajaccio. Die Korsen waren in der jüngeren Vergangenheit schon zweimal Gegner der Oberthurgauer. Im Februar 2017 sowie 2018 scheiterte Amriswil jeweils im CEV-Cup-Achtelfinal an dieser Hürde. Das 1/16-Final- Rückspiel gegen Ajaccio findet am Mittwoch, 18. Dezember, um 19 Uhr in Amriswil statt.