Interview

«Solche Resultate müssen weh tun»: Amriswils Trainer Klok konnte nach dem unerwarteten Cup-Aus kaum schlafen

Am Sonntag ging für Volley Amriswil der Traum von der Titelverteidigung zu Ende. Im Cup-Halbfinal scheiterte der souveräne NLA-Qualisieger unerwartet an Ligakonkurrent Luzern.

Matthias Hafen
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Amriswil (Thomas Zass, links am Netz und Georg Escher) blieb im Cup-Halbfinal auswärts gegen Luzern auf der Strecke.

Amriswil (Thomas Zass, links am Netz und Georg Escher) blieb im Cup-Halbfinal auswärts gegen Luzern auf der Strecke.

Mario Gaccioli (Amriswil, 9. November 2019)

Seit Sonntag steht fest, dass Volley Amriswil das Triple nicht mehr gewinnen kann. Nach dem Triumph im Supercup zum Saisonbeginn schied die Mannschaft von Trainer Marko Klok am Wochenende als Titelverteidiger im Halbfinal des Schweizer Cups gegen Luzern aus (2:3). Noch bleibt dem Team die Jagd nach der Meisterschaft.

Marko Klok, steigt für Volley Amriswil jetzt der Druck, in diesem Jahr Meister zu werden?

Marko Klok: Ich denke schon, ja. Die Ansprüche des Vereins sind hoch. Aber deswegen sind wir ja alle hier. Es gehört zu unserem Job, dass wir mit diesem Druck umgehen müssen.

Sie scheinen nach der unerwarteten Niederlage im Cup-Halbfinal sehr gefasst.

Das trügt ein bisschen. Ich konnte praktisch die ganze Nacht nicht schlafen, analysierte zwischendurch das Spiel per Video, versuchte wieder einzuschlafen, aber es gelang nur ganz kurz.

Amriswils Trainer Marko Klok.

Amriswils Trainer Marko Klok.

Mario Gaccioli

Und am Morgen danach?

Da wurde mir bewusst, dass ein neuer Tag anfängt und das Leben weitergeht. Wir müssen auch mal akzeptieren, dass der Gegner die letzten zwei Punkte zu seinen Gunsten entscheidet. Das gehört zum Sport. Und Luzern spielte im Cup-Halbfinal wirklich sehr gut gegen uns.

Was hat Ihre Analyse sonst noch ergeben?

Wir dürfen jetzt deswegen nicht alles in Frage stellen. Was den Kampf angeht, kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen. Es hätte mich mehr geärgert, wenn wir in Luzern passiv agiert hätten. Aber das war nicht der Fall. Beide Teams boten ein grossartiges Volleyballspiel.

Wie geht die Mannschaft mit der Niederlage um?

Dieses 2:3 ist hart angekommen bei den Spielern. Aber solche Resultate müssen weh tun. Dafür kommt man dann gestärkt zurück. Wir brauchen jetzt sicher ein paar Momente, um wieder auf die Beine zu kommen. Das können ein paar Tage sein, Trainings oder Spiele.

Ist es ein Vorteil, sich nun auf die Meisterschaft konzentrieren zu können? Oder besteht die Gefahr, dass die Niederlage nachhallt?

In jedem Vorteil, den man hat, steckt auch ein Nachteil und umgekehrt. Wir setzen jetzt sicherlich alles daran, den Meistertitel zu gewinnen. Dieser Triumph würde die Enttäuschung vom Wochenende mehr als aufwiegen.