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Snowboard-Weltmeisterin Ursula Bruhin referierte am Erler Frauentreff

Mit der Verpflichtung von Ursula Bruhin war den Veranstalterinnen ein Coup gelungen. Auch einige Männer interessierten sich für die Ausführungen der ehemaligen Spitzensportlerin und Teilnehmerin an den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin.
Monika Wick
Ursula Bruhin stellt dem Publikum ihre Sportausrüstung vor. (Bild: Monika Wick)

Ursula Bruhin stellt dem Publikum ihre Sportausrüstung vor. (Bild: Monika Wick)

Die frühere Spitzensportlerin spricht in Erlen über das Thema «Gib niemals auf». Auf dem Tisch im evangelischen Kirchgemeindehaus liegt ein schwarzes Snowboard. Mit geübter Hand befestigt Ursula Bruhin zwei gelbe, währschafte Stiefel darauf.

Ein dumpfes «Klick» ist das untrügliche Zeichen dafür, dass das Brett und das Schuhwerk fest miteinander verbunden sind. «Die Bindung zu Gott ist vergleichbar. Ist sie gefestigt, ist sie ein Fels und bietet Halt», erklärt sie. Die Beispiele hat Ursula Bruhin nicht zufällig gewählt, denn sowohl das Snowboard als auch der Glaube sind wichtige Bestandteile ihres Lebens.

Später Einstieg in den Profi-Rennsport

Die 49-jährige Schwyzerin ist vierfache Snowboard-Weltmeisterin und sechsfache Snowboard-Schweizermeisterin. Am Frauentreff spricht Bruhin über ihre Erfolge und Misserfolge sowie über ihren Weg zu Gott. Ursula Bruhin ist gelernte Konditorin/Confiseurin.

Um in ihrer Freizeit ihre Leidenschaft ausleben zu können, arbeitete sie acht Wintersaisons in Zermatt. «Ich stand jede freie Minute auf dem Board», sagt sie. Zwei Jahre später fuhr sie ihr erstes Rennen und jedes Jahr wurden es mehr. Relativ spät – mit 28 Jahren – entschied sich Ursula Bruhin, die sich selber als Perfektionistin bezeichnet, alles auf die Karte Snowboard zu setzen und ins Profilager zu wechseln.

«Irgendwann geriet ich in eine Krise, durch die ich mein Selbstvertrauen verlor. Mein Leben war ein Scherbenhaufen und ich habe den Sinn nicht mehr gesehen», sagt sie. In dieser Zeit fand Ursula Bruhin zum Glauben.

"Krisen sind nicht nur schlecht"

Gespannt lauschen die rund 60 Frauen und eine Handvoll Männer ihren Ausführungen. Nach den Olympischen Spielen 2006 in Turin, bei denen Ursula Bruhin den 7. Rang belegt hatte, beendete sie ihre Profikarriere. «Stress, Existenzängste und fehlende Adrenalin-Kicks führten mich in ein Boreout, dessen Symptome dem Burnout gleichen», erzählt sie.

Neben der Ausbildung zur Lebensberaterin und zum Coach half ihr auch hier wieder ihr gefestigter Glaube, das Tief zu überwinden. Laut Bruhin sind Krisen nicht nur schlecht. «Wenn Sand ins Getriebe gerät, kann daraus eine Perle entstehen», sagt sie.

Ihren Zuhörern rät Bruhin, zwar fokussiert ein Ziel zu verfolgen, dabei aber nie zu vergessen, das Leben zu geniessen. Zudem empfiehlt sie, die Ansprüche an sich selber herunterzuschrauben: «Es reicht, Mittelmass zu sein. Wir erwarten oft viel zu viel von uns selber».

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