Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Singen für die Integration

Mit dem «Chor ohne Grenzen» für Einheimische und Geflüchtete schreibt Dirigentin Alexa Vogel eine Erfolgsgeschichte. Mit Liedern in verschiedenen Sprachen bereiten sich Sänger aus anderen Nationen auf Konzerte im Januar vor.
Manuela Olgiati
An der Chorprobe von Dirigentin Alexa Vogel machen singbegeisterte Frauen und Männer mit. (Bild: Manuela Olgiati)

An der Chorprobe von Dirigentin Alexa Vogel machen singbegeisterte Frauen und Männer mit. (Bild: Manuela Olgiati)

«Schaut doch ein bisschen verliebt», ermuntert Alexa Vogel. Bei diesem Mundartlied «Du fragsch mir »wer i bi sollen Auftritt und Klang harmonieren. Einstimmen auf ein Lied, bedeutet auch, die Gedanken zu ordnen. Da rücken Sprachgewohnheiten schnell in den Hintergrund. 20 Sängerinnen und Sänger sind an dieser Chorprobe am Samstagmorgen an der Musikschule Weinfelden dabei. Die Stimmung ist locker, fröhlich und gut, die Chorleiterin führt munter durch den bunten Liederstrauss. Worte mit dem berühmten Schweizer «ch» werden nochmals geübt. Dieser Morgen beinhaltet aber mehr eine musikalische Reise um die ganze Welt.

Singende Nationen

In den Sängerreihen haben sich Syrer, Südamerikaner und aus dem asiatischen Raum aufgestellt. Dazwischen stimmen die hohen und tiefen Frauenstimmen in die Lieder ein. Auffallend viele Sängerinnen kommen aus der Schweiz. «Es nehmen immer mehr singbegeisterte Frauen und Männer teil», sagt Organisatorin Ruth Trippel. Flüchtlinge brauchen etwas mehr Überwindung, bis sie mitmachen. Die Organisatorinnen sind so gut vernetzt, dass sie einzelne Sänger zu Hause abholen. Diese kommen aus dem ganzen Thurgau.

Beim afrikanischen Lied, dem «Bele Mama, Bele Papa» spricht die Chorleiterin davon, innerlich eine Krone aufzusetzen. Aufrichten bedeute voller Klang. «Singt laut, dass man es bis zum Bahnhof hört», sagt Alexa Vogel. Der Refrain, das «Yee» soll nachhallen, wie bei einer Popsängerin.

«Ich übe die Lieder zu Hause», sagt Sängerin Grazia Wiener. Dann sei es leichter, neue Texte zu lernen. Die Chorleiterin bereitet bewusst einfache Texte vor, die rasch sitzen. So macht es allen doppelt viel Freude. Zu Beginn hatte Alexa Vogel mit Stimm- und Körperübungen die Sänger vorbereitet. Auch das «Peace to the World», kommt stimmig herüber. Aus Spanien erklingt anschliessend das rassige «Barabba Ba». Und da hilft Sängerin Cecilia Knöpfli Ugarte dem guten Gelingen auf die Sprünge. Auf die nächste Singprobe freuen sich schon alle sehr.

Hinweis: Nächste Chorprobe am Samstag, 27. Oktober, Musikschule Weinfelden, von 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr. Auskünfte erteilt Ruth Trippel, Telefon 071 670 06 90, r.trippel@bluewin.ch.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.