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Siegerprojekt für Sanierung des Priesterhauses kommt aus Kreuzlingen

Mit Markus Amstutz hat ein einheimischer Architekt den Zuschlag für den Umbau des Wohnhauses beim Kirchlein Bernrain erhalten. Die Zahl der Zimmer wird reduziert, dafür gibt es grössere Einheiten.
Judith Schuck
Die katholische Kirchgemeinde Kreuzlingen-Emmishofen will das Priesterhaus beim Kirchlein Bernrain sanieren. (Bild: Donato Caspari)

Die katholische Kirchgemeinde Kreuzlingen-Emmishofen will das Priesterhaus beim Kirchlein Bernrain sanieren. (Bild: Donato Caspari)

Die Vorsteherschaft der Katholischen Kirchgemeinde Kreuzlingen hatte für die Ausschreibung sehr klare Vorstellungen vom Umbau des Priesterhauses Bernrain: Die Grundarchitektur, die von der Denkmalpflege 2018 nachträglich auf «wertvoll» hochgestuft wurde, soll erhalten bleiben, die Räumlichkeiten zwar modernisiert, aber dem klösterlichen Leben entsprechend einfach gehalten werden.

«Der Entwurf von Markus Amstutz löst die Vorstellungen von unserem Plan am besten auf», meinte Kirchenpfleger Simon Tobler an der Informationsveranstaltung am Mittwochabend. Mit wenigen Eingriffen werde hier viel erreicht. Zudem bringe Amstutz Erfahrungen in der Renovation alter Gebäude mit, denn der ortsansässige Architekt war bereits für die Sanierung des Museum Rosenegg sowie der Jugendherberge Kreuzlingen zuständig.

Das Haus wird für die Zukunft fit gemacht

Den Projektwettbewerb führte die Kirchenvorsteherschaft auf Einladung durch, wobei alle sechs eingegangenen Projekte «spannend» wären und sich effektiv mit dem Gebäude und den Bewohnern auseinandergesetzt hätten, findet Tobler. Sie werden am 18. Januar von 17 bis 20 Uhr und am 19. Januar von 10 bis 12 Uhr im Ulrichs­haus öffentlich ausgestellt.

Für den Umbau sind drei Punkte wesentlich: die Pflicht der Gemeinde, das Gebiet zu pflegen und zu unterhalten, die Vorgaben des Denkmalschutzes zu beachten und die Nutzung einzuschränken. Aktuell leben drei Schweizer, vier Polnische Redemptoristen sowie eine Haushälterin im Priesterhaus. Die Redemptoristen aus Polen seien ausschlaggebend für den weiteren Eigenbedarf des Gebäudes. «In erster Linie wollen wir es weiterhin als Priesterhaus nutzen», meint Tobler. «Falls künftig aber keine Priester oder nur noch sehr wenige dort leben, haben wir Alternativen abgeklärt.»

Finanziert aus dem Vetterli-Fond

Über das Jahr verteilt kämen viele Gäste aus aller Welt, wie Aushilfspriester oder kürzlich Kardinal Kurt Koch, erläutert der Kirchpfleger den Bedarf. So sollen im 1. und dem 2. Obergeschoss aus sechs rund 11 Quadratmeter grossen Zimmern mit Gemeinschaftsbad drei grössere Zimmer mit je eigener, schlichter Nasszelle sowie ein Gemeinschaftszimmer entstehen. Zudem wird die Isolierung verbessert und es wird einen Lift bis in den dritten Stock geben. Der Estrich bleibt in seiner Funktion unangetastet.

Das Haus werde den künftigen Bedürfnissen angepasst, betont Tobler. «Wir erwarten rund 2 Millionen Franken Baukosten.» Dafür solle der Peter Vetterli Fond mit derzeit 2,2 Millionen Franken aufgelöst werden. Als nächster Schritt werde das Projekt im Februar detailliert in einer Botschaft vorgestellt. Wenn die Urnenabstimmung erfolgreich wird, soll im September mit dem Umbau begonnen werden. Vor der Abstimmung will die Vorsteherschaft noch einmal ausführlich informieren.

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