Talentshow per App: Thurgauer Entwickler wollen mit interaktiver Abstimmung neue Stars entdecken

Der Freidorfer Remo Buchegger hat mit seinem Kollegen Zoran Seruga eine Talentshow-App entwickelt.

Chiara Arba
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Zoran Seruga und Remo Buchergger verdienen ihr Geld im Moment noch nicht mit ihrer entwickelten Talentshow-App.

Zoran Seruga und Remo Buchergger verdienen ihr Geld im Moment noch nicht mit ihrer entwickelten Talentshow-App.

(Bild: Andrea Stalder)

Im Fernsehen ist das Format ein Erfolg. Jetzt soll es Talentshows auch online geben. Der 46-jährige Remo Buchegger und der 40-jährige Zoran Seruga haben eine entsprechende App entwickelt und gehen damit neue Wege.

«Wir sind die ersten auf dem Markt.»

sagt Remo Buchegger. Verfügbar ist die App schon für Android-Geräte, die Version für iOS folgt in Kürze. Aufgeschaltet ist auch eine Website. Es handle sich dabei aber um eine Betaversion, betont Zoran Seruga, doch sie würden das Programm weiter entwickeln.

Aufgebaut ist es ähnlich wie die bekannten sozialen Netzwerke. Man kann ein Profil erstellen sowie eine Biografie und ein Bild hinzufügen. Der Unterschied beispielsweise zu Instagram: Es gibt Talentwettbewerbe, die mehrmals im Jahr stattfinden. Teilnehmer dürfen jeweils nur ein Video hochladen und dieses nicht bei anderen Wettbewerben verwenden. Gewinner ist derjenige, dessen Film den meisten Zuschauern gefällt, denn es entscheiden nicht wie bei den herkömmlichen Shows die vier Juroren über den Sieg. «Es hat so viele Talente bei den Shows dabei, die vielleicht hätten weiterkommen können, hätten die Fans entschieden».

Nicht das erste Projekt der beiden App-Entwickler

Um beim Talentwettbewerb mitzumachen, benötigt man fünf sogenannte Coins, die im Store für 5.70 Franken erhältlich sind. Bei der Registrierung, die kostenfrei ist, werden die ersten fünf geschenkt. Falls elf Coins oder 25 Coins gekauft werden, sind sie für zehn Franken und 23 Franken vergünstigt erhältlich. Die Kosten sind nicht im Geringsten so hoch wie bei den herkömmlichen Talentshows. Die Preise, die zu gewinnen sind, beginnen für den dritten Platz mit 100 Franken, für den zweiten mit 200 Franken und für den ersten mit 500 Franken.

Im Moment konzentrieren sich die beiden Entwickler auf die Schweiz. Sobald sie sich hier etabliert haben, wollen sie den europäischen Markt anvisieren. Momentan ist die App noch eine Betaversion, die ausgebaut wird. Unter anderem wollen die Entwickler verschiedene Talentarten und gewisse Anzahl an Followers kategorisieren.

Die Talentshow-App ist nicht das erste gemeinsame Projekt der beiden. Sie probierten es davor mit zwei Kommunikationsapps. «Wir haben sie aber nie wirklich ausgebaut», sagt Remo Buchegger. Auch weil sie sahen, dass andere schneller waren.

«Wir haben den Einstieg zeitlich verpasst.»

sagt Zoran Seruga. Diesen Nachteil haben sie jetzt nicht. Beide sind deshalb zuversichtlich, mit der Talentshow-App auf die Erfolgsspur zu kommen. Es seien viele junge Leute mit grossen Zielen unterwegs, weshalb auch die Shows im Fernseher so gut laufen, sagt Zoran Seruga.

Ihre Väter haben zusammen gearbeitet

Die beiden kennen sich schon lange. Ihre Väter haben zusammen in der Firma Vacopack gearbeitet. Doch den Kontakt zueinander pflegten sie erst nach einem Einkauf von Remo Buchegger bei Zoran Seruga im Elektrogeschäft Fust.

Ihr Geld verdienen sie im Moment noch mit anderem. Remo Buchegger ist Geschäftsführer der Steinacher Firma Vacopack. Seruga leitet die Firma Zorem AG. Daneben ist er Tour Manager von Mike Candys – ein Schweizer House-DJ und Produzent. Früher legte Seruga selber als DJ auf und organisierte Partys in Rorschach, wo er immer noch wohnhaft ist.

Hinweis
www.mytalentlife.com