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Die Restauratoren der Kreuzlinger Kirche St. Ulrich haben einen starken Nacken

Zur Zeit steht im Chor der Kirche St. Ulrich ein grosses Gerüst. Darauf arbeitet Restauratorin Doris Warger mit ihrem Team direkt unter der Decke. Der Fokus liegt auf dem Bild über dem Altar, wo der Putz mürbe ist.
Viviane Vogel
Restauratorin Doris Warger inspiziert mit ihrem Kollegen Florian Nick die Chordecke der St. Ulrich Kirche. (Bild: Andrea Stalder)

Restauratorin Doris Warger inspiziert mit ihrem Kollegen Florian Nick die Chordecke der St. Ulrich Kirche. (Bild: Andrea Stalder)

Es quietscht und wackelt unter den Füssen. Der Aufstieg über eine Gerüsttreppe zur Chordecke der Kirche St. Ulrich ist nichts für Menschen mit Höhenangst. Wer ihn geschafft hat, kann dafür die Decke aus ungewohnter Nähe betrachten. Restauratorin Doris Warger und ihre beiden Mitarbeiter Deborah Gos und Florian Nick kümmern sich hier oben um die Deckenbilder. «Vor allem beim Bild über dem Altar ist der Putz mürbe geworden», erklärt Warger. «Unsere Aufgabe ist es, ihn zu verfestigen und auch die Hohlräume zu hintergiessen, sodass nicht wieder Stückchen davon herunterfallen.» Während sie das sagt, drückt sie auf eine Stelle, die prompt nachgibt.

An der letzten Versammlung der Kirchgemeinde wurde der Kredit von rund 140000 Franken für die gesamte Sanierung angenommen. Die Arbeiten haben Mitte Juni begonnen und sind bis Ende September geplant. Bei der Arbeit stehen die Restauratoren da, an die Decke schauend, um kleinste Details zu erkennen. Ob die Restauratoren am Abend nicht einen steifen Nacken haben? «Meiner hat sich unterdessen daran gewöhnt», sagt Warger und lacht. Ihre beiden jüngeren Mitarbeiter dagegen nicken eifrig.

Auf dem Gerüst können die Restauratoren direkt unter der Chordecke arbeiten. (Bild: Andrea Stalder)

Auf dem Gerüst können die Restauratoren direkt unter der Chordecke arbeiten. (Bild: Andrea Stalder)

Im Chor sind es noch Originale

Im Chor sind noch originale Deckenbemalungen vom Konstanzer Hofmaler Franz Ludwig Herrmann. Im Schiffsteil der Kirche wurden die Malereien bei dem grossen Brand in der Nacht von gestern auf heute vor 55 Jahren zerstört.

«Unsere Arbeit ist, die Werke zu putzen und zu reinigen, aber auch, den Wert zu erhalten und die Bestände des Werkes zu konservieren», erklärt Warger. So konnte der Barock von Herrmann bis heute erhalten werden. Gos fügt hinzu: «Das ist der kreative Teil an unserer Arbeit. Man will ehrlich mit der Malerei umgehen und Lösungen finden, die den Künstler auf keinen Fall verfälschen.»

Hinweis
Interessierte können am 20. Juli und am 24. August an der öffentliche Besichtigung von 14 bis 16 Uhr teilnehmen.

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