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Drei Vorfälle: Männer belästigen Frauen im Oberthurgau

Drei Belästigungen in drei Wochen: Im Romanshorner Wald hat jemand eine Frau vom Velo gezerrt und sich entblösst. In Arbon hat ein Mann vor einer Fremden onaniert. Und am Bahnhof Kesswil hat einer ein Mädchen gepackt.
Tanja von Arx
Symbolbild (Bild: Erwin Wodicka)

Symbolbild (Bild: Erwin Wodicka)

Angegriffen und sexuell belästigt: Eine Frau dachte sich nichts Böses, als sie bei den heissen Temperaturen der letzten Tage mit dem Velo durch den Romanshorner Wald fuhr. Doch: Unvermittelt tauchte ein Mann auf, ebenfalls unterwegs mit dem Rad. Er versperrte ihr den Weg, versuchte sie vom Fahrrad zu zerren und entblösste sich. Der Anwohnerin gelang es zu entkommen. Sie rief die Polizei.

"Er liess die Hosen herunter und befriedigte sich selbst"

Das war abends vor drei Tagen. Allerdings ist es im Oberthurgau nicht der erste Vorfall dieser Art: Am Montag, den 4. Juni, verfolgte in Arbon ein Unbekannter eine 21-Jährige. Nach einem Nachtessen mit der Kollegin nahm sie kurz nach 23 Uhr den Bus nach Hause und stieg bei der Haltestelle «Alter Werkhof» aus, wo der Mann sie abpasste. «Er liess seine Hosen herunter und befriedigte sich selbst», sagte die Frau zu FM1 today. Als der unbekannte Mann sie packte, schlug sie mit dem Schirm auf ihn ein, schrie nach Hilfe und rannte davon. Sie sah noch, wie er sich umdrehte und wegging, als wäre nichts geschehen. Und: Am Dienstagabend, den 12. Juni, hielt ein Mann beim Bahnhof Kesswil eine 14-Jährige fest. Er näherte sich ihr von hinten und drängte sie in Richtung eines schwarzen Lieferwagens. In dem Moment forderte ein Passant den Täter auf, das Mädchen loszulassen – mit Erfolg. Es konnte wegrennen und stieg in den Zug nach St.Gallen, dies unverletzt.

Polizei wertet Videoaufnahmen aus

Die Kantonspolizei Thurgau beschrieb den Unbekannten am Kesswiler Bahnhof in ihrer Medienmitteilung als zirka 1,80 Meter gross mit kräftiger Statur und dunkel gekleidet an besagtem Tag. Ausserdem sagte Mediensprecher Matthias Graf nach Publikwerden der Geschehnisse in Arbon: «Aktuell werden Videoaufnahmen aus dem Bus ausgewertet. Allenfalls zeigen diese, wer der Mann ist.»

Vermehrt Patrouillen unterwegs

Auf Anfrage heisst es, betreffend den Vorfall im Romanshorner Wald seien in den letzten Tagen mehrere Meldungen aus der Region eingegangen, und zwar in Bezug auf einen Exhibitionisten. «Die Ermittlungen laufen», sagt Mediensprecher Mario Christen. Die Polizisten hätten seit vorgestern ihre Patrouillentätigkeit rund um den Wald intensiviert. Ob man die Täter in Arbon und Kesswil inzwischen gefasst habe, dazu macht die Kantonspolizei indes keine Angaben. «Da es sich um laufende Verfahren handelt, können derzeit keine weiteren Details bekannt gegeben werden.» Auch dazu, ob es zwischen den drei Vorfällen einen Zusammenhang gebe, sagen die Verantwortlichen nichts. Christen verweist darauf, dass die Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau und der Staatsanwaltschaft Bischofszell nach der Täterschaft im Gang seien.

Im Notfall laut schreien

Die Kantonspolizei Thurgau rät Mädchen und Frauen, umgehend einen Notruf unter der Nummer 117 zu tätigen, wenn sie belästigt werden oder sich bedroht fühlen. «Zudem soll man nachts allgemein belebte und gut beleuchtete Strassen wählen», sagt Mediensprecher Mario Christen. Eltern seien des Weiteren angehalten, mit ihrem Kindern aktiv über das besagte Thema zu sprechen und sie so zu sensibilisieren. «Im Notfall gilt: sich sofort laut bemerkbar machen, schreien und bei anderen Schutz suchen», sagt Christen. Weitere Ratgeber auf www.kapo.tg.ch, Rubrik «Prävention». (tva)

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