Senioren aus Ermatingen und Salenstein wünschen sich ein Repair-Café

Im Rahmen der Überarbeitung des Alterskonzepts der Gemeinden Ermatingen und Salenstein wurden Bewohner im Alter ab 63 Jahren nach ihren Ansprüchen befragt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Margrith Pfister-Kübler
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Die Seniorinnen und Senioren aus Ermatingen und Salenstein wünschen sich ein Repair-Café. In Frauenfeld gibt es ein solches Angebot bereits.

Die Seniorinnen und Senioren aus Ermatingen und Salenstein wünschen sich ein Repair-Café. In Frauenfeld gibt es ein solches Angebot bereits.

(Bild: Donato Caspari)

Die Auswertung der Umfrage in Ermatingen und Salenstein, plus Spezialumfrage Salenstein zum Thema Wohnen im Alter, stiess auf erfreuliche Resonanz. 1058 Fragebogen wurden verschickt, 202 Antworten kamen retour, für die Salensteiner Wohnumfrage wurden 308 versandt, 74 Rückmeldungen. Rund 20 Prozent beantworteten die Fragebogen. Für den Seniorenrat Ermatingen und Salenstein «ein guter Rücklauf», wie Präsidentin Barbara Dössegger betont.

Als Hauptanliegen erwiesen sich «Organisierte Mittagessen in Restaurants», «Répair-Café» sowie «Besuche von Theater und Konzerten». Projektgruppen werden diese Hauptanliegen ausarbeiten und auf die Schiene bringen, ebenso werden Erkenntnisse aus der Umfrage eingebracht. Erfreulich aus Sicht des Seniorenrates ist, dass das soziale Netzwerk in Ermatingen und Salenstein offenbar noch weitgehend intakt ist. Die meisten Befragten sind zufrieden mit dem Status quo, der Hilfe durch die Spitex und den Gemeinnützigen Verein Ermatingen-Salenstein.

Mehrheit der Senioren wohnt in einem Einfamilienhaus

Für Salenstein wurde durch Gemeinderätin Sonja Waltenspüel eine zusätzlichen Umfrage Wohnen im Alter in der Einheitsgemeinde Salenstein durchgeführt. Auch sie ist erfreut über den Rücklauf: von 308 verschickten Fragebogen sind 74 Antworten gekommen. Knapp 25 Prozent. Die Mehrheit wohnt in einem Einfamilienhaus als Eigentümer – Zweipersonenhaushalt. 57 Prozent können sich einen Umzug vorstellen, für 30 Prozent kommt das nicht in Frage.

Bei einem Umzug wird Ermatingen mit 68 Prozent bevorzugt wegen Einkaufsmöglichkeiten, Post, Bank, medizinischer Versorgung und Kirche. Ins Auge gefasst wird auch ein Umzug nach Mannenbach, wegen des öffentlichen Verkehrs und dem Dorfladen plus Restaurants.

Bei einem Umzug wird mit 65 Prozent eine grosszügige altersgerechte Wohnung bevorzugt, gefolgt von Mehrgenerationenhaus oder einer kleinen Alterswohnung (21 Prozent). Gemeinderätin Waltenspüel betont, dass man in Salenstein auf Kooperation mit Ermatingen setzen und die Trends im Auge behalten werde.

An der Winterveranstaltung des Seniorenrates am Dienstag, 11. Februar, um 19 Uhr im Singsaal der Primarschule Ermatingen zum Thema «Sicherheit im Alter», wird Seniorenratspräsidentin Barbara Dössegger über weitere Details der Umfrage informieren. Zum Thema «Sicherheit im Alter» referiert Daniel Meili von der Thurgauer Kantonspolizei.