SEKUNDARSTUFE
«Sie dürfen stolz sein»: Gute Ergebnisse für die Kantonsschule Romanshorn ‒ Evaluationsteam bewertet die Institution positiv

Letztes Jahr durchleuchtete ein Evaluationsteam die Kantonsschule. Heute steht fest: Die Schule bringt eine gute Leistung. Die Evaluierenden und die befragte Schülerschaft zeigen sich zufrieden. Potenzial zur Verbesserung sei in der Schule vorhanden. Auch konkrete Vorschläge zur Umsetzung wurden bereits kommuniziert.

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Zum 50-jährigen Bestehen erhielt die Kantonsschule Romanshorn eine positive Bewertung von einem externen Evaluationsteam.

Zum 50-jährigen Bestehen erhielt die Kantonsschule Romanshorn eine positive Bewertung von einem externen Evaluationsteam.

Bild: PD/Patrick Itten

(red) Im letzten Jahr durchleuchtete ein vierköpfiges externes Evaluationsteam die Kantonsschule Romanshorn. Im Fokus der Untersuchung stand das Bildungsverständnis. Im Dezember 2020 wurde der Abschlussbericht der Interkantonalen Fachstelle für Externe Schulevaluation auf der Sekundarstufe II vorgelegt. Das Ergebnis ist überaus zufriedenstellend, wie es in der Mitteilung heisst: «Das Evaluationsteam zeichnet ein sehr positives Bild der Kantonsschule Romanshorn.»

Die befragten Schülerinnen und Schüler gaben unter anderem an, dass sie den Unterricht als lernförderlich erleben. Die Schulkultur sei von Wertschätzung, Offenheit, Toleranz und Möglichkeiten zur Mitwirkung geprägt. Die Ausnahmesituation während des Lockdown im März sei laut der Schülerschaft mit der Umstellung auf Fernunterricht gut gemeistert worden. Sie würden sich auf eine weiterführende Schule oder die Arbeitswelt gut vorbereitet fühlen.

Kantonsschule hat Potenzial zur Verbesserung

«Das Evaluationsteam war beeindruckt, wie die befragten Schülerinnen und Schüler bemüht waren, die Schule und den Unterricht differenziert zu beurteilen.» Die Empfehlung laute nun, den eingeschlagenen Kurs zu halten und das gute Schulklima durch bewusste Partizipation und Mitsprache zu pflegen. Das Niveau könne durch Verbesserungen in der Fehlerkultur noch gesteigert werden.

«Fehler sollten nicht primär als Mangel, sondern als Lernchance begriffen und genutzt werden.»

Zudem solle die Feedbackpraxis in der Schulgemeinschaft thematisiert und weiterentwickelt werden. Rückmeldungen zum individuellem Lernfortschritt und Lernprozess seien für die Schülerinnen und Schüler eine der wichtigsten Voraussetzungen für guten Unterricht.

Bezüglich der Vergleichbarkeit von Leistungsansprüchen und Leistungsbewertungen empfehle das vierköpfige Evaluationsteam, die Beispiele guter Praxis für alle sichtbar und zugänglich zu machen, um eine gemeinsames Beurteilungsschema zu formulieren.

Digitalisierung des Unterrichts ausbauen

Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in das Schulentwicklungsprojekt «Gymnasiale Maturitätsschule 2020-24» ein. Ziel des Projektes ist die Berücksichtigung der bisherigen Schulstrategie mit der Forcierung der digitalen Didaktik.

«Neben der Digitalisierung konzentriert sich die Schulstrategie auf die Themen Kompetenzorientierung, Personalisierung und Interdisziplinarität.»

Die Evaluation erfolgte im Auftrag des Amtes für Mittel- und Hochschulen. Urs Schwager, Leiter des Amtes, zeigt sich erfreut über das Ergebnis: «Die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulleitung dürfen auf diese Resultate stolz sein und sie als Ansporn nehmen, auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren.»