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Seit neun Jahrzehnten fahren E-Loks den Sulger Bahnhof an

Vor über 90 Jahren kam es auf der Thurtallinie von Winterthur nach Romanshorn zur Elektrifizierung. Diese Neuerung bei der Bahn bereitete aber nicht nur Freude.
Monika Wick
Im Jahr 2018 erneuert: die elektrischen Anlagen im «Dreispitz» beim Bahnhof Sulgen. (Bild: Monika Wick)

Im Jahr 2018 erneuert: die elektrischen Anlagen im «Dreispitz» beim Bahnhof Sulgen. (Bild: Monika Wick)

Mitten im Zentrum Sulgens befindet sich der Bahnhof. Tagtäglich befördern die Züge, die hier anhalten, Hunderte Personen zum Arbeitsplatz, zur Schule oder zu einem Ausflugsziel. Ende November 2018 wurden beim Sulger Bahnhof die elektrischen Anlagen im «Dreispitz» vor den alten Lokhallen erneuert.

«Die Thurtallinie wurde auf der Strecke von Winterthur bis Romanshorn bereits vor 90 Jahren elektrifiziert», berichtet Dorfchronist Erich Hungerbühler. Während die Elektrifizierung der Thurtallinie einerseits grosse Freude auslöste und begrüsst wurde, sorgte sie an anderer Stelle für Unmut.

Radiohörer waren Leidtragende

«Der ganze radioelektrische Raum um Sulgen wurde durch die Elektroloks gestört und sorgte dadurch für einen schlechten Radioempfang», sagt Erich Hungerbühler. Die Störungen wurden durch die Fahrleitung noch verstärkt.

Besonders bemerkenswert findet der Dorfchronist, dass die elektrische Spannung von 15 000 Volt und die Frequenz von 16,66 Hertz seit dem Jahr 1904 in unveränderter Form bestehen. Weitere tiefgreifende Neuerungen an der Bahnhofanlage von Sulgen wurden in den Jahren 1972 bis 1974 vorgenommen.

«Um den Reisenden ein Überqueren der Gleise zu ersparen, wurde eine Unterführung gebaut und ein Zwischenperron erstellt. Sie sind seit dem 18. November 1973 benützbar», erzählt Erich Hungerbühler.

Zuerst Dienststelle, dann Bahnhof

Im Rahmen der Bauarbeiten wurde zudem das aus dem Jahr 1908 stammende, mechanische Stellwerk durch ein modernes Domino-Druckkastenstellwerk ersetzt, weshalb auch dringende Korrekturen an den Gleisanschlüssen vorgenommen werden mussten.

Im Jahr 1973 erhoben die Schweizerischen Bundesbahnen die bisherige Dienststelle zudem in den Rang eines Bahnhofs.

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