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Seit drei Jahren wird im Arboner Café International der Kulturaustausch gelebt

Teilnehmer aus bis zu 19 Nationen treffen sich wöchentlich im Coop-Restaurant. Das niederschwellige Integrationsprojekt ist eine Erfolgsgeschichte. Eine erfrischende und herzliche.
Max Eichenberger
Einheimische und Migranten, wie hier Byhane aus Eritrea, kommen ins Gespräch. (Bild: Max Eichenberger)

Einheimische und Migranten, wie hier Byhane aus Eritrea, kommen ins Gespräch. (Bild: Max Eichenberger)

Mohammad aus Syrien, Kumrije aus dem Kosovo, Tushara aus Sri Lanka, der Eritreer Byhane, die Chinesin Jing Jing und Rosmarie aus Irland: Sie sitzen an verschiedenen Tischen in einer Ecke des Coop-Restaurants. In Gespräche vertieft, lachend und auch gestikulierend, wenn der Wortschatz mal nicht ganz ausreicht.

Mehr als ein Dutzend weitere Gäste, die aus einem anderen Kulturkreis stammen, haben sich dazugesellt. Ebenso viele Einheimische, die jeden Dienstag den interkulturellen Austausch pflegen im Café International.

Die Plattform, getragen von einem Verein mit Ehrenamtlichen und ins Leben gerufen vor drei Jahren von Elsbeth Bollag und Erica Willi, feiert Geburtstag. Die beiden Frauen, die damals Deutschkurse für Migranten gegeben hatten, fanden, eine solche niederschwellige Institution wäre eine gute Ergänzung. Weil Integration nicht zuletzt auch über den Erwerb und die Pflege der Sprache gelingt.

Das Café International sei «offen für alle», sagt Präsidentin Elsbeth Bollag – und eine Erfolgsgeschichte, resümiert sie. Man kommt ungezwungen und diskutiert. Ein Team Freiwilliger bereitet die Nachmittage vor. Ein Thema ist jeweils der rote Faden.

Auch die Teilnehmer können spontan in die Runde werfen, was ihnen unter den Nägeln brennt und wozu sie mehr wissen wollen. Es kommt, wer will. «Die Mund-zu-Mund-Propaganda spielt natürlich auch eine Rolle», sagt Islam Sadiki, der neben Präsidentin Bollag, Pia Lichtsteiner-Zürcher und Elsbeth Blumer zur Kerngruppe gehört.

Migranten bringen Spezialitäten mit

Teilnehmer aus 19 Nationen hat Sadiki seit dem Start vor drei Jahren gezählt; im Durchschnitt kommen 10 bis 20. Einheimische mischen die grosse Gruppe auf, wie Felix Lang, der erstmals dabei ist und von Jing Jing erfährt, dass sie sich sogar mit Fondue angefreundet habe. Zufällig und kulturell durchmischt verteilen sie sich an den Tischen.

Alle schreiben ihre Namen auf ein stehend gefalztes Papier – und werden mit Vornamen angesprochen. Oft kommen Gespräche ohne Input in Gang, und der Pegel schwillt ordentlich an. Jeden ersten Dienstag im Monat wird ein Spielenachmittag organisiert. Zudem gibt es eine Bücherkiste.

Naheliegend ist das Jubiläumsthema: Geburtstag. Beatrice Marthaler trägt spontan ein passendes Gedicht vor. Als Mundschenk geht Islam Sadiki von Tisch zu Tisch. Zum Jubiläum offeriert Christian Nussbaumer von der Coop-Küche Kuchen. Dazu haben Migranten Spezialitäten aus ihrem Heimatland mitgebracht. Über Kulturen hinweg ist man sich nahe.

«Es ist für die Teilnehmer, aber auch für uns jedes Mal bereichernd», strahlt Elsbeth Bollag. Und fügt an: «In dieser Zeit sind auch einige Freundschaften entstanden.» Schön wäre es, meint sie noch, wenn das unterstützende Team noch etwas Zuwachs bekäme.

Hinweis: Café International, jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr im Coop-Restaurant

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