Sein Herz schlägt für Motorräder: Der Romanshorner Alexander Litscher darf an der Swiss-Moto eine eigene Maschine präsentieren

Der Romanshorner Alexander Litscher wird an der Swiss-Moto in Zürich sein spezielles Gefährt präsentieren.

Rosa Schmitz
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Alexander Litscher ist stolz auf seine Yamaha R6, die er wieder aufbereitet hat.

Alexander Litscher ist stolz auf seine Yamaha R6, die er wieder aufbereitet hat.

Donato Caspari

Alexander Litscher ist leidenschaftlicher Motorradmechaniker. Der 25-Jährige arbeitet seit Lehrbeginn 2011 beim Merz Mototeam in Riedt bei Erlen. Er schraubte aber bereits vorher an Mofas herum. Und fährt selber. Er hat zwei Yamaha YZF-R1 für die Strasse sowie eine Yamaha R6 für die Rennstrecke. «So habe ich die Freude für die Arbeit entdeckt», sagt Alexander Litscher. Nun darf der Motorradfan – halb Österreicher, halb Schweizer – vom 20. bis 23. Februar zum ersten Mal an der Swiss-Moto mitmachen.

Zwar habe ein Kunde von ihm bereits letztes Jahr ein Motorrad ausgestellt, an dem er Umbauten vorgenommen hatte. Aber heuer würde er seine ganz eigene Maschine vorführen können. «Darüber bin ich froh», sagt Alexander Litscher. «Allerdings erhoffe ich mir nicht gross etwas.» Es gehe ihm mehr darum Spass zu haben und anderen Begeisterten zu zeigen, was man an Motorrädern alles machen kann. «Ausserdem freue ich mich auf all die Neuheiten diverser Marken und auf die Swiss-Custom, um immer neue Umbaumöglichkeiten für die Motorräder zu entdecken», sagt der Romanshorner.

Auseinandergenommen und zusammengebaut

Das Motorrad, das Alexander Litscher an der Swiss-Moto vorführt, ist vor drei Jahren entstanden: Im August 2017 geriet er auf der Rennstrecke in einen Unfall, wodurch seine R6 relativ schlimm beschädigt wurde. Es war eine vollständige Reparatur erforderlich. «Also habe ich das ganze Motorrad auseinandergenommen und wieder zusammengebaut», sagt Alexander Litscher. Und da ein Freund von ihm Besitzer einer Lackiererei sei, habe er den Rahmen und die Verschalung direkt bei ihm neu spritzen lassen.

«Ich bin ein Rossi-Fan, also ist die Lackierung an eines von seinen Motorrädern angelehnt.»

Zur Erklärung: Valentino Rossi ist ein italienischer Motorradrennfahrer. Er zählt mit neun Weltmeistertiteln zu den erfolgreichsten Piloten der Geschichte. Bis jetzt hat es Alexander Litscher gereut, mit diesem Motorrad auf die Rennstrecke zu gehen – «da es schade wäre, wenn ich wieder verunfallen würde». Darum sei er seit dem Neuaufbau noch nicht damit gefahren. Das könnte sich jetzt ändern. Im letzten Herbst hat Alexander Litscher gesehen, dass man an der Swiss-Moto auch Supersport-Motorräder zeigen kann. «Somit dachte ich mir, ich melde mein Motorrad an, damit ich es wenigstens einmal präsentiere, bevor ich es vielleicht schon wieder zerkratze.»