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Das Buch von Rolf Hess weckt Erinnerungen an die grösste Feier der Stadt Amriswil

Rolf Hess weiss alles über das 1200-Jahr-Jubiläum der Stadt –auch wie viele Steuerprozente es diese gekostet hat. Am Museumssonntag gewährte er den Besuchern einen spannenden Rückblick auf die Festivitäten.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Stadträtin Madeleine Rickenbach überbringt Rolf und Christa Hess sowie Eugen Fahrni das Grusswort des Stadtrates und der Kulturkommission und bedankt sich für das Jubiläumsbuch. Bild: Yvonne Aldrovandi

Stadträtin Madeleine Rickenbach überbringt Rolf und Christa Hess sowie Eugen Fahrni das Grusswort des Stadtrates und der Kulturkommission und bedankt sich für das Jubiläumsbuch. Bild: Yvonne Aldrovandi

Amriswil hatte im Jahre 1999 allen Grund zum Feiern: Am Anfang war die Urkunde des Bauern Luitprandus, der seinen Hof in «Amalgeriswilare» – also Amriswil – bewirtschaftete. Diese Urkunde aus dem Jahre 799 ist der erste schriftliche Beleg für Amriswil. Das im Stiftsarchiv St.Gallen aufbewahrte Schriftstück war auch der Auslöser, dass Amriswil vor 20 Jahren sein 1200-Jahr-Jubiläum feierte. Es war ein Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen und Festivitäten.

Der ehemalige langjährige Amriswiler Zahnarzt und heutige Thurgauer Kantonszahnarzt Rolf Hess hat alles in einem über 100-seitigen Buch für die Nachwelt festgehalten. Am Museumssonntag war er im Ortsmuseum und erzählte über seine grosse archivierte Sammlung sowie seine umfangreichen Recherchen bis zur Herstellung des Buches. Bei den Arbeiten wurde Rolf Hess von Ehefrau Christa und Ortsmuseumspräsident Eugen Fahrni unterstützt.

Im 20-jährigen T-Shirt an der Erzählstunde

Schmunzelnd entschuldigte sich Rolf Hess, dass er im 20-jährigen T-Shirt zur sonntäglichen Erzählstunde erscheine. Doch genau dieses Kleidungsstück hat bleibenden Wert – es erinnert an das Jubiläum «1200 Jahre Amriswil». «Hermann Hess hat mich nach Weihnachten 1997 angerufen», begann Rolf Hess mit seiner Erzählung. Der Amriswiler Unternehmer Hermann Hess hatte damals das Präsidium des Jubiläumsorganisationskomitees übernommen und bat den Amriswiler Zahnarzt mitzumachen. Der Gemeinderat wünschte ein Drei-Tage-Fest im Sommer. Ansonsten liess er freie Hand bei der Zusammenstellung des OKs und in der Gestaltung des Jubiläums. So fand bereits am 7. Januar 1998 die erste OK-Sitzung statt.

Verschiedene Veranstaltungen prägten die Jubiläumsfestivitäten das ganze Jahr hindurch. Es begann mit der Herausgabe eines kunstvollen Jahreskalenders 1999, der in alle Haushalte verschickt wurde, in dem sämtliche Anlässe an den entsprechenden Tagen vermerkt waren. Es gab auch eine Ausstellung über die Geschichte Amriswils sowie ein neues Geschichtsbuch. Zudem wurden historische Rundgänge, Festkonzerte und eine Sonderausstellung im Ortsmuseum organisiert. Jeden Samstag erschienen Zeitungskolumnen und Cabaret-Aufführungen sorgten ausserdem für humorvolle Unterhaltung. Am Museumssonntag gab es für die zahlreich erschienen Besucher verfilmte Cabaret-Kostproben von damals. Sie sorgten für so manchen Lacher.

80 Prozent der Kosten durch Spenden gedeckt

Kalt und verregnet sei der Sommer 1999 gewesen, erzählte Rolf Hess. Ganz anders während des Festes im Juli: Bei schönstem Wetter fanden die Feierlichkeiten statt. Am Freitag liessen alle Amriswiler Schüler 1200 farbenprächtige Luftballone starten. Der Samstag war der «Tag der Vereine». 19 Gruppen präsentierten sich der Bevölkerung an einem grossen Festumzug. Die Geburtstags- und Partnerschaftsfeier mit Gästen aus Radolfzell fand am Sonntag statt. Feierlich eingeweiht wurde dabei der Radolfzeller Park und der Spoerlé-Brunnen mit der Skulptur «Fantasia». Das Pepe Lienhard-Orchester sowie die Walliser Mundartsängerin Sina sorgten für musikalische Highlights.

Sehr viele Anlässe waren nachhaltig und zeugen auch heute noch vom Jubiläumsjahr. «Das Jubiläum hat 100000 Franken pro Monat gekostet. 80 Prozent konnten mit Spendengeldern beglichen werden», erzählte Rolf Hess und ergänzte, dass die Gemeinde Amriswil etwa eineinhalb Steuerprozente ans Fest entrichtet habe.

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