Seilziehen ums Historische Museum: Weinfelden nimmt sich aus dem Spiel

Auf der Suche nach einem neuen Standort für Teile des Historischen Museums Thurgau hat das zuständige Departement auch die Stadt Weinfelden angefragt. Der Stadtrat winkt jedoch ab.

Mario Testa
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Hier nicht! Auf die Anfrage aus Frauenfeld gibt es aus dem Weinfelder Stadthaus eine klare Absage für ein Historisches Museum. (Bild: Mario Testa)

Hier nicht! Auf die Anfrage aus Frauenfeld gibt es aus dem Weinfelder Stadthaus eine klare Absage für ein Historisches Museum. (Bild: Mario Testa)

In seine Standortevaluation für das Historische Museum Thurgau hat das Departement für Erziehung und Kultur (DEK) auch die Stadt Weinfelden miteinbezogen. Wie Generalsekretär Paul Roth auf Nachfrage bestätigt, sei ein entsprechender Brief auch an den Weinfelder Stadtrat geschickt worden. Roth sagt:

«Wir haben eine Liste gemacht mit Orten, die aus unserer Sicht in Frage kommen. Da gehört auch Weinfelden dazu.»

«Die Angeschriebenen sollten uns potenzielle Standorte für das Museum melden. Und nun kommt es darauf an, was wir zurückerhalten.»

Kein passendes Gebäude

Max Vögeli, Stadtpräsident Weinfelden. (Bild: Reto Martin)

Max Vögeli, Stadtpräsident Weinfelden. (Bild: Reto Martin)

Aus Weinfelden gibt es einen abschlägigen Entscheid, wie Stadtpräsident Max Vögeli bestätigt. «Wir haben eine Anfrage vom DEK erhalten und negativ beantwortet. Wir haben kein historisches Gebäude in Weinfelden, das für das Museum in Frage käme», sagt Vögeli. Ganz abgesehen davon sei der Standort Frauenfeld oder allenfalls Arbon aus Sicht des Weinfelder Stadtrats in Ordnung.

Wir haben in Weinfelden viele andere kantonale Ämter und Institutionen. Ein Standort für ein einzelnes Museum scheint uns daher nicht sinnvoll zu sein», sagt der Stadtpräsident. Es gehe ja möglicherweise auch nur um einen Teil des Historischen Museums, da das Schloss Frauenfeld für die Thurgauer Geschichte bestehen bleibt. Somit bleibt das Bounty Museum das vorläufig einzige Museum in der Stadt Weinfelden.