Sechs neue Zapfsäulen und eine Tiefgarage für das Aach-Thurland

Sulgen bekommt einen zweiten Tankstellenshop. Die Landi Mittelthurgau setzt auf den Standort beim Ochsen-Kreisel.

Hannelore Bruderer
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Die Skizze zeigt, wie die Tankstelle in die Kreiselumgebung eingepasst sein wird.

Die Skizze zeigt, wie die Tankstelle in die Kreiselumgebung eingepasst sein wird.

Bild: PD

5,75 Millionen Franken will die Landi Mittelthurgau in den Bau einer Agrola-Tankstelle mit Shop am Ochsen-Kreisel in Sulgen investieren. Die Genossenschafter segneten den dafür notwendigen Kredit im November ab und machten damit die Bahn frei für ein Projekt, das auch Optionen für eine spätere Erweiterung enthält. Das dafür notwendige Land hatte die Landi bereits 2017 erworben und im Frühjahr 2018 bei den Genossenschaftern die Zustimmung zur Projektierung geholt.

Dieses Jahr wird nun auf der Parzelle 470 eine Agrola-Tankstelle mit sechs Zapfsäulen, einem Shop und einer Tiefgarage realisiert. Da sich der Baugrund am Kreisel in Sulgen an der stark befahrenen Achse Weinfelden–Romanshorn und Bischofszell–Kreuzlingen befindet, rechnet die Genossenschaft Landi Mittelthurgau mit einem hohen Kundenpotenzial, das sich in den nächsten Jahren noch erhöhen wird.

Die Parzelle mit 2300 m2 Grundfläche liegt in der Wohn- und Handelszone, in der viergeschossig gebaut werden darf.

«Wie hoch wir bauen sollen, war bei der Planung eine der wichtigsten Fragen,
die wir uns stellen mussten,
und der entsprechend viel Zeit eingeräumt wurde.»

sagt Markus Lauchenauer, Präsident der Genossenschaft. Da für zusätzlichen Büro- und Gewerberaum derzeit aber eine zu geringe Nachfrage besteht, entschieden sich die Verantwortlichen für ein eingeschossiges Gebäude, das statisch jedoch so konzipiert ist, dass eine spätere Aufstockung möglich bleibt. Als Folge dieser Option wird unter dem Gebäude eine Tiefgarage mit mehreren Parkplätzen realisiert. Mit diesem Projekt sei auch dem Wunsch der Genossenschafter nach einem nachhaltigen Bau und dem sparsamen Umgang mit dem vorhandenen Land entsprochen worden, erklärt Lauchenauer. Der Wunsch habe allerdings auch seinen Preis.

Getankt werden können Benzin, Diesel, AdBlue, Erdgas und Biogas. «Ein Konzept für eine Ladestation für Elektroautos liegt zwar vor, wird aber noch nicht umgesetzt, da wir davon ausgehen, dass diese Art der Energiezuführung künftig nicht an Tankstellen erfolgen wird», erklärt Christian Baumgartner, der Vorsitzende der Geschäftsleitung. Der Shop umfasst eine erweiterte Bistro-Ecke, die einem Bedürfnis der zeitsparenden Verpflegung entspricht. Elektrische Energie für die Kühlanlagen im Shop wird mit einer Photovoltaikanlage produziert, geheizt wird mit der Abwärme der Kühlanlagen.

Die Zufahrt zur Tankstelle erfolgt über die Kreuzlingenstrasse, für die im Bereich der stillgelegten Bushaltestelle eine Aufspurung gebaut werden muss. Sobald das ganze Bewilligungsverfahren abgeschlossen ist, wird mit dem Rückbau der bestehenden Gebäude und dem Neubau begonnen. Die Landi rechnet damit, dass die neue Agrola-Tankstelle gegen Ende Jahr eröffnet werden kann.