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Sechs Präsidentinnen und Präsidenten ziehen Bilanz nach 100 Tagen

Sechs Gemeinden stehen seit dem 1. Juni unter neuer Führung. Im Interview berichten die beiden Gemeindepräsidentinnen und vier Gemeindepräsidenten von ihren ersten Erfahrungen.
Sabrina Bächi
Die Wappen der sechs Mittelthurgauer Gemeinden mit neuem Präsidium: Affeltrangen, Amlikon-Bissegg, Berg, Bürglen, Märstetten und Schönholzerswilen. (Bildmontage: Mario Testa)

Die Wappen der sechs Mittelthurgauer Gemeinden mit neuem Präsidium: Affeltrangen, Amlikon-Bissegg, Berg, Bürglen, Märstetten und Schönholzerswilen. (Bildmontage: Mario Testa)

AFFELTRANGEN: Ursula Klaus

Ursula Klaus, Gemeindepräsidentin Affeltrangen. (Bild: Reto Martin)

Ursula Klaus, Gemeindepräsidentin Affeltrangen. (Bild: Reto Martin)

Seit 100 Tagen sind Sie im Amt. Was kam unerwartet auf Sie zu?

Ursula Klaus: Da ich schon im April 2017 die Aufgabe als Vizegemeindepräsidentin übernommen habe, war für mich eigentlich nichts mehr neu. Mir wurde aber Anfang Juni schon bewusst, dass ich jetzt offiziell Gemeindepräsidentin bin. Deshalb war es für mich trotzdem ein besonderer Moment.

Was ist für Sie das nächste grosse Projekt, das ansteht?

Zurzeit beschäftigt uns die neue Gemeindeordnung, welche noch bis Ende Oktober in der Vernehmlassung ist. Die Legislaturziele haben wir in einer Klausurtagung festgelegt und haben dabei die Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner miteinbezogen. Diese haben wir im Juni mittels Fragebogen ermittelt.

Gab es ein besonders schönes Erlebnis in den ersten 100 Tagen?

Ich durfte viel Schönes erleben. Persönliche Gespräche und Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürgern stehen im Vordergrund. Auch die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat und in der Verwaltung möchte ich erwähnen. Befriedigend ist es auch, wenn man gute Lösungen in schwierigen Situationen findet.Blindtext Blind Blind Blindtext Blindtext Blind Blind Blindtext Blindtext Blind Blind. Bild: xx

AMLIKON-BISSEGG: Thomas Ochs

Thomas Ochs, Gemeindepräsident Amlikon-Bissegg (Bild: PD)

Thomas Ochs, Gemeindepräsident Amlikon-Bissegg (Bild: PD)

Seit 100 Tagen sind Sie im Amt. Was kam unerwartet auf Sie zu?

Thomas Ochs: Die vielen Veranstaltungs- und Kennenlerntermine und sonstige Termine.

Wie war Ihr erster 1. August als Gemeindepräsident?

Ich war nervös, aber es war auch sehr spannend. Ich musste mich daran gewöhnen, im Mittelpunkt zu stehen.

Wie reagiert die Bevölkerung auf Sie?

Freundlich und zuvorkommend. Sie sind interessiert, ob mir der neue Job gefällt.

Was hat sich als schwieriger herausgestellt, als Sie dachten?

Die Planung des Budgets. Ich muss mich zuerst noch einarbeiten um zu verstehen, wie die diversen finanziellen Mechanismen wie interne Umbuchungen funktionieren.

Gab es ein besonders schönes Erlebnis in den ersten 100 Tagen?

Die Erkenntnis, dass der Gemeindepräsident in einer funktionieren Gemeinde einen vielfältiger und interessanten Beruf hat. Eigentlich ist es der schönste Job, den es im Kanton Thurgau zu vergeben gibt.

BERG: Thomas Bitschnau

Thomas Bitschnau, Gemeindepräsident Berg (Bild: PD)

Thomas Bitschnau, Gemeindepräsident Berg (Bild: PD)

Seit 100 Tagen sind Sie im Amt. Was kam unerwartet auf Sie zu?

Thomas Bitschnau: Unerwartet war eigentlich nichts. Ich wusste, dass die zu leistenden Aufgaben eine enorme Bandbreite aufweisen würden.

Welche Aufgaben und Pflichten haben Sie bisher übernommen und ausgeführt?

Die Mitarbeiter sind mir wichtig. Ich habe deshalb als erstes mit allen einen Termin für ein persönliches Gespräch vereinbart und auch durchgeführt, was sehr geschätzt wurde. Ausserdem gibt es sehr viel Aktenstudium. Ich möchte schnellstmöglichst einen Überblick über alle Dossiers bekommen.

Wie reagiert die Bevölkerung auf Sie?

Ich spüre sehr viel Wohlwollen, das mir entgegengebracht wird. Ich werde sehr oft auch von mir teilweise noch unbekannten Mitbürgern gegrüsst.

Gab es ein besonders schönes Erlebnis in den ersten 100 Tagen?

Ein schönes Erlebnis gab es während eines Besuchs bei einer Jubilarin, die sogar ein Foto mit mir haben wollte. Das war für mich recht überraschend und noch ungewohnt.

BÜRGLEN: Kilian Germann

Kilian Germann, Gemeindepräsident Bürglen (Bild: Mario Testa)

Kilian Germann, Gemeindepräsident Bürglen (Bild: Mario Testa)

Seit 100 Tagen sind Sie im Amt. Was kam unerwartet auf Sie zu?

Kilian Germann: Das breite Spektrum an Aufgabenstellungen hat mich ein wenig überrascht. Ich habe aber schnell gemerkt, wie meine Arbeit sich dadurch sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet.

Was hat sich als schwieriger herausgestellt, als Sie dachten?

Die Verfahrensabläufe, die alle auf gesetzlichen Grundlagen beruhen, zu verstehen und kennen zu lernen ist eine Herausforderung.

Gab es ein besonders schönes Erlebnis in den ersten 100 Tagen?

Die Art, wie ich aufgenommen wurde, hat mir den Start sehr erleichtert. Ich bin von allen Seiten, sei es von den Verwaltungsangestellten, vom Gemeinderat und von der Bevölkerung, offen und positiv empfangen worden. Das waren für mich sehr schöne Erlebnisse.

Was ist für Sie das nächste grosse Projekt, das ansteht?

Wir müssen die Diskussionen im Bereich Werkhof konstruktiv führen und die Entscheidung anlässlich der nächsten Gemeindeversammlung umsetzen.

MÄRSTETTEN: Susanne Vaccari

Susanne Vaccari, Gemeindepräsidentin Märstetten (Bild: PD)

Susanne Vaccari, Gemeindepräsidentin Märstetten (Bild: PD)

Seit 100 Tagen sind Sie im Amt. Was kam unerwartet auf Sie zu?

Susanne Vaccari: Unerwartet waren die vielen positiven Rückmeldungen und Sympathiebekundungen auf meinen Start hin sowie die vom ersten Tag an wahrgenommene fachkompetente, respektvolle und wertschätzende Zusammenarbeit mit der Verwaltung.

Wie reagiert die Bevölkerung auf Sie?

Ich kann nicht mehr Einkaufen, ohne angesprochen zu werden – dies empfinde ich aber überhaupt nicht als Nachteil. Ich schätze den persönlichen Kontakt. Es ist mir ein Anliegen, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen und die wesentlichen Erkenntnisse daraus – sofern möglich – in die Entwicklung der Gemeinde Märstetten einfliessen zu lassen.

Welche Aufgaben und Pflichten haben Sie bisher übernommen und ausgeführt?

Alle, die ein solches Amt zu Beginn mit sich bringen. Viele neue Kontakte mit verschiedenen Menschen, die Herausforderung, sich in die Alltagsgeschäfte einzuarbeiten und die richtigen Prioritäten setzen. Im Weiteren Verantwortung und Führungsqualitäten leben und Vorbild sein.

SCHÖNHOLZERSWILEN: Ernst Schärrer

Ernst Schärrer, Gemeindepräsident Schönholzerswilen (Bild: PD)

Ernst Schärrer, Gemeindepräsident Schönholzerswilen (Bild: PD)

Seit 100 Tagen sind Sie im Amt. Was kam unerwartet auf Sie zu?

Ernst Schärrer: Eine für mich nicht unerwartete, aber doch ernüchternde Feststellung war der doch hohe Zeitaufwand, den es für dieses Amt braucht.

Wie reagiert die Bevölkerung auf Sie?

Ich bin durch und durch Schönholzerswiler. In unserem kleinen aber feinen Dorf bin ich nichts Aussergewöhnliches. Natürlich ist es für die Einwohner neu, dass ich dieses Amt bekleide. Dementsprechend werde ich auch oft gefragt, wie es geht und steht. Ich muss sagen, dass ich sehr froh bin, wenn Fragen, Anregungen, Hinweise und Verbesserungsvorschläge an mich gelangen. Nur ein Miteinander und nicht gegeneinander kann zum gemeinsamen Erfolg führen.

Was hat sich als schwieriger herausgestellt, als Sie dachten?

Die Revision der Ortsplanung ist dem Kanton bereits zur Vorprüfung vorgelegt worden. Der erhaltene Zwischenbericht vom kantonalen Amt war eher vernichtend. Es muss nochmals Zeit und Energie für das Überarbeiten des Richtplans und weitere Bereiche der Ortsplanung eingesetzt werden.

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