Schwieriger Start für die neuen Leiter der Jugendherberge in Romanshorn: Es kommen wegen der Coronakrise 95 Prozent weniger Gäste als sonst

Arlinda und Gabrielli Ramaj haben den Optimismus trotzdem nicht verloren. «Wir sind bereit.» Sie hoffen, die Umsatzeinbussen mit dem Sommergeschäft zumindest teilweise wettmachen zu können.

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Arlinda und Gabrielli Ramaj mit ihren Kindern und  Stadtpräsident Roger Martin (links)

Arlinda und Gabrielli Ramaj mit ihren Kindern und  Stadtpräsident Roger Martin (links)

(Bild: PD)

(red) Das hatten sich Arlinda und Gabrielli Ramaj anders vorgestellt, als sie per 1. April die Leitung der von der Stadt Romanshorn geführten Jugendherberge übernahmen. Zwei Wochen zuvor hatte der Bundesrat den nationalen Lockdown mit massiven Auswirkungen auch auf den Saisonstart am 20. März verfügt. Zwar darf die Hotellerie weiter arbeiten, doch brachen die Buchungen dramatisch ein. Zählte der Betrieb 2019 bis Ende April rund 700 Übernachtungen, sind es heute rund 35: ein Rückgang um über 95 Prozent. Und dabei gab Ende des letzten Jahres so viele Vorreservationen wie noch nie.

Das neue Leiterpaar nutzte die Zeit, um unterstützt von den Vorgängern Isabelle und Adrian Koch sämtliche Betriebsabläufe durchzuspielen. «Dadurch fühlen wir uns gut vorbereitet für die Zeit, wenn die Menschen wieder reisen dürfen», sagt Gabrielli Ramaj. Da über 80 Prozent der Gäste traditionell aus dem Inland stammen und die Reisebeschränkungen Ferien im Ausland vermutlich noch länger verunmöglichen, hofft er, die Umsatzeinbusse mit dem Sommergeschäft zumindest teilweise wettmachen zu können.

Abschiedsfeier fällt ins Wasser

Derweil zieht sich die Familie Koch Ende April ganz aus dem Betrieb zurück. Sie übernimmt nach sechs erfolgreichen Jahren in Romanshorn die Jugendherberge in Schaan-Vaduz FL. Gerne hätte sie sich von den Nachbarn, Freunden, Bekannten und Mitarbeitenden der Stadt mit einer kleinen Feier verabschiedet.

Das  ehemalige Team der Jugendherberge: Sonam Jhason, Isabelle Koch, Mihret Melke und Adrian Koch.

Das  ehemalige Team der Jugendherberge: Sonam Jhason, Isabelle Koch, Mihret Melke und Adrian Koch. 

(Bild: PD)

Gleichzeitig wollte sich die Familie Arlinda und Gabrielli Ramaj der Öffentlichkeit breiter vorstellen. Beides ist derzeit nicht möglich.« Darum leider nur auf diesem Weg: Danke für alles. Macht es gut», sagt Isabelle Koch. Die Hafenstadt ihrerseits wünscht alles Gute und bedankt sich für ihren grossartigen Einsatz seit 2014.

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