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Schweizweit erste Flüssiggas-Tankstelle steht in Weinfelden

Die erste Flüssiggas-Tankstelle des Landes steht seit Freitag beim Verteilzentrum von Lidl. Zwanzig Lastwagen werden nur noch dort tanken.
Sabrina Bächi
Lidl-CEO Georg Kröll, Ständerat Roland Eberle, Luzerner Ständerat Damian Müller (FDP), Regierungsrat Walter Schönholzer durchschneiden das Band und eröffnen die schweizweit erste Flüssiggas-Tankstelle beim Weinfelder Verteilzentrum. (Bild: Donato Caspari)

Lidl-CEO Georg Kröll, Ständerat Roland Eberle, Luzerner Ständerat Damian Müller (FDP), Regierungsrat Walter Schönholzer durchschneiden das Band und eröffnen die schweizweit erste Flüssiggas-Tankstelle beim Weinfelder Verteilzentrum. (Bild: Donato Caspari)

Mit goldenen Scheren in der Hand und Schweissperlen auf der Stirn stehen die vier Herren da. Zahlreiche Handys und Kameras werden gezückt. Die symbolische Eröffnung der schweizweit ersten Flüssiggas-Tankstelle verlangt einen Moment der Stille. Dann endlich können Lidl-CEO Georg Kröll, Ständerat Roland Eberle, Regierungsrat Walter Schönholzer und Ständerat Damian Müller aus dem Kanton Luzern das Band durchschneiden.

Sogleich wird der Lastwagen gestartet, der im Hintergrund schon lange auf seinen Auftritt gewartet hat. Er ist gefüllt mit flüssigem Biogas. Damit ist dem Detailhändler nebst der Eröffnung der schweizweit ersten Flüssiggastankstelle ein weiterer Coup gelungen.

Gemeinsam mit der Hochschule für Technik will Lidl den Einsatz von Biogas im Transportwesen testen. «Noch gibt es keine Daten dazu, und es wird zum ersten Mal in der Schweiz ein Lastwagen mit Biogas betankt», sagt Lidl-CEO Georg Kröll bei seiner Begrüssung am Freitagnachmittag.

Vorteile liegen auf der Hand

«Die Überraschung ist gelungen», attestiert Regierungsrat Walter Schönholzer dem Unternehmen. Die ökologischen Vorteile von Biogas lägen auf der Hand betont später auch Elimar Frank, der das Projekt mitbetreut. Biogas wird aus Abfall hergestellt, ist also ein nichtfossiler Brennstoff und stammt nicht aus dem Boden – im Gegensatz zum flüssigen Erdgas (siehe Kasten).

Beim Verbrauch dieses Kraftstoffes ist der CO2-Verbrauch im Vergleich zu einem Diesel-Lastwagen um 80 Prozent tiefer, betonen Experten. Lidl will mit dem LNG-Projekt den Wettbewerb ankurbeln. Da in der Schweiz die Infrastruktur fehlte, hat sich das Unternehmen selbst zwei Tankstellen bei ihren Verteilzentren angeschafft.

Importzölle sind das einzige Problem

Die Tankstelle sieht aus wie ein Lastwagenanhänger. Für die Testreihe wird der Tank immer wieder mit Biogas aufgefüllt. Das Ziel sei es, dass auch Private die Tankstelle nutzen könnten, sagt Kröll. Bis es so weit ist, hat das Unternehmen rund 20 Lastwagen, die mit LNG und teilweise eben auch mit Biogas-Betrieb fahren.

Einziger Nachteil seien die hohen Importzölle für derlei Gas. Hier sei nun die Politik gefordert, sagt der Luzerner Ständerat und UREK-Mitglied Damian Müller.

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