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Schweizersholzer Ehepaar ist in der ganzen Welt zuhause

Das Ehepaar Valérie und Tobis Sieber schränkt sich im täglichen Leben ein, um um die Welt reisen zu können. Sie erzählen von Abenteuern und vielen Begegnungen.
Yvonne Aldrovandi Schläpfer
Valérie und Tobias Sieber mit ihrem Töchterchen Malea reisen gerne um die Welt. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Valérie und Tobias Sieber mit ihrem Töchterchen Malea reisen gerne um die Welt. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Erst kürzlich sind sie von ihrer zweimonatigen Rundreise in ihr heimeliges Zuhause in Schweizersholz zurückgekehrt. Valérie und Tobias Sieber reisten zusammen mit ihrer Tochter Malea durch Skandinavien und den Balkan. «Reisen ist unsere grosse Leidenschaft», sagt Valérie Sieber mit leuchtenden Augen.

An der Wohnzimmer-Wand hängt eine grosse Weltkarte mit farbigen Pins. Sie bezeichnen die Orte, wo Siebers bereits waren. «Das beste Jahr unseres Lebens war unsere Weltreise», sind sich Valérie und Tobias Sieber einig. Zusammen bereisten die beiden schon viele Länder bis sie im November 2014 für 405 Tage auf Weltreise gingen.

Zwischen den Reisen eine feste Bleibe

Damals haben die beiden Weltenbummler noch in Winterthur in einer Mietwohnung gelebt. Seit rund einem Jahr wohnen sie in ihrem gemütlichen Eigenheim in Schweizersholz. Das Haus sei alt und stark renovationsbedürftig gewesen, bevor sie es vorwiegend in Eigenregie umbauten.

«Wir haben uns damals sofort in diese Bruchbude, die nicht mal eine Heizung hatte, verliebt», verrät Valérie Sieber lachend. Das Haus hätten sie gekauft, um zwischen dem Reisen eine feste Bleibe zu haben, zudem lebe es sich im Eigenheim günstiger als in einer Mietwohnung. «Nebst unserem Job waren wir fast ein Jahr lang jeden Abend sowie am Wochenende hier und haben unser Zuhause nach unseren Vorstellungen renoviert», sagt Tobias Sieber.

Das Familienleben kam beim Umbau zu kurz

Im Februar vergangenen Jahres wurde Töchterchen Malea geboren. «Wir schätzen es sehr, jetzt ein eigenes Zuhause auf dem Land zu haben», bemerkt Valérie Sieber. Alles in allem sei es aber eine strenge Zeit gewesen, und das Familienleben kam viel zu kurz. Um dies nachzuholen, gingen Siebers im Spätsommer auf Reise. Unterwegs waren sie mit ihrem alten VW-Bus, den sie ebenfalls selber restauriert und umgebaut hatten.

Die 28-jährige Pflegefachfrau und der 30-jährige Elektriker betonen, dass sie ihr Leben stets aus eigener Kraft finanzieren. «Wir führen ein sparsames Leben.» Sie hätten in all den Jahren einige Möglichkeiten erkannt, zu sparen. «Wir haben beispielsweise nur Occasions-Möbel, gehen nie im Restaurant essen und achten beim Einkaufen auf Aktionen», sagt Valérie Sieber. Auf teure Freizeitparkbesuche werde verzichtet. Stattdessen stehen Wanderungen und Spaziergänge auf dem Programm.

Im Ausland logieren Siebers ausschliesslich in günstigen Unterkünften. Zudem besuchen sie Märkte und bereiten ihr Essen selber zu. So lernen sie auch das Leben sowie die Kultur der einheimischen Bevölkerung kennen. Auf ihren Reisen hätten sie gelernt, bescheidener zu leben.

Der Vater arbeitete bei Swissair

Bereits als kleines Kind habe sie gerne den Geschichten ihres Vaters zugehört – über seine Erlebnisse in fernen Ländern, die er bei der Swissair als Maître de Cabine hatte, erinnert sich die Valérie Sieber. Es ziehe sie wohl deshalb immer wieder in die Ferne.

Kritische Situationen hätten sie bis anhin nie erlebt. «Wir wurden nie ausgeraubt und hatten nie einen Unfall.» Sie seien aber mit ihrem Mietfahrzeug auch schon in einer menschenverlassenen Wüste Australiens im Sand stecken geblieben. Nach einer halben Stunde sei ein Reisecar mit Chinesen gekommen. Diese hätten ihnen aus der misslichen Lage geholfen und ihren Wagen aus dem Sand gestossen. «Wir haben wirklich schon oft Glück gehabt», stellt Valérie Sieber dankbar fest.

Heimweh überkomme sie im Ausland nie – mit den Angehörigen seien sie jeweils per Skype in Verbindung. Doch manchmal vermisse er ein feines Raclette oder das saubere Trinkwasser, sagt Tobias Sieber.
Eine nächste Reise ist noch nicht geplant, im November erwarten Siebers Nachwuchs. Aber die nächste Reise komme bestimmt – irgendwann. «Schliesslich möchten wir unseren Kindern mal Afrika zeigen mit all den vielen Tieren», sagt Valérie Sieber und streicht Malea liebevoll übers Haar.

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