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Kommentar

Schulstreit Wigoltingen: Offene Kommunikation ist nicht nur ein Lippenbekenntnis

Die Wigoltinger Schulbehörden künden einen Informationsanlass für die Öffentlichkeit an. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Behörde sollte den Anlass jedoch für eine transparente Kommunikation nutzen.
Sabrina Bächi
Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

Anfang Juli fand Regierungsrätin Monika Knill klare Worte im Untersuchungsbericht zum Fall Schule Wigoltingen. Mehrere Empfehlungen richtete sie an die Schulbehörde und Schulleitung. Unter anderem schreibt sie von einem Optimierungsbedarf im Bereich der Kommunikation gegenüber der Lehrpersonen aber auch gegenüber der Öffentlichkeit.

Dies habe sich die Wigoltinger Schulbehörde nun zu Herzen genommen, heisst es in der Medienmitteilung von Nathalie Wasserfallen. Welche Auswirkungen das konkret hat, schreibt sie nicht. Bis auf eine: Die Behörde kündet eine öffentliche Veranstaltung an, bei der es möglich sein soll, alle offenen Fragen zu klären. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und es lässt hoffen.

Allerdings hat die Behörde auch schon vor den Sommerferien klärende Informationsveranstaltungen angeboten. Tatsächlich haben die Eltern schulpflichtiger Kinder im Sinne einer offenen Kommunikation wohl noch nie so viele Elternbriefe und Termine für Aussprachen erhalten wie von dieser Behörde. Das Resultat der Veranstaltungen war für die Beteiligten teilweise aber eher ernüchternd.

Auch an der Schulgemeindeversammlung Ende Juni blieb die Wigoltinger Schulbehörde in drängenden Fragen ihren Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern eine Antwort schuldig.

Es bleibt zu hoffen, dass die Behörde aus den vergangenen Veranstaltungen gelernt hat und diesmal transparent informiert. Sonst bringen solche Termine keinen Nutzen.

Trotzdem bleibt in der Öffentlichkeitsarbeit Luft nach oben. Wenn Behörden auf Anfragen von Medien keine Stellung beziehen, dann ist das eine unbefriedigende Kommunikation. In einer Demokratie muss und soll die Zeitung den Auftrag übernehmen, für die Öffentlichkeit offene Fragen und Unangenehmes zu klären.

Die Schulbehörde ist vom Volk gewählt. Wer als solche Anfragen der Zeitung ignoriert, verstösst gegen die Grundsätze der Demokratie.

Zu einer guten und offenen Kommunikation gehört, die Öffentlichkeit ausführlich, transparent, aber auch zeitnah zu informieren. Und auch Fragen von unabhängiger Seite – wie etwa von Medien – zu beantworten. Zu einer guten und offenen Kommunikation gehört auch, nicht den Eindruck zu hinterlassen, eine unangenehme Sache verschleppen zu wollen.

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