Schulhauserweiterung nimmt Fahrt auf: Bürgler investieren 300'000 Franken für einen Projektwettbewerb

Die Stimmbürger der Volksschulgemeinde Bürglen nehmen das Budget 2021 einstimmig an. Auch dem Antrag für den Projektwettbewerb zur Erweiterung des Schulraums wird zugestimmt.

Hannelore Bruderer
Drucken
Teilen
Die Sekundarschule Bürglen.

Die Sekundarschule Bürglen.

Bild: Andrea Stalder (Bürglen, 13. November 2020)

Nicht wie üblich zusammen an Tischen mit Bewirtung, sondern einzeln auf Stühlen in der ganzen Turnhalle verteilt, nahmen am Dienstagabend 43 Stimmberechtigte der Volksschulgemeinde (VSG) Bürglen an der Budgetversammlung teil. Die Stimmbeteiligung lag damit bei knapp zwei Prozent.

Das Budget 2021 weist einen Aufwand von 9,5 Millionen und einen Ertrag von rund 9 Millionen Franken aus. Das Defizit beträgt fast 500'000 Franken. Hauptgrund dafür ist eine ­Einlage von 400'000 Franken in den ­Erneuerungsfonds Baufolgekosten. Die Stimmbürger genehmigen das Budget 2021 einstimmig und diskussionslos.

Die Schülerzahl steigt

Ein zukunftsweisender Entscheid stand mit dem Kreditantrag für einen Projektwettbewerb zur Erweiterung des Schulraums an. Schulpräsident Rolf Gmünder sagt:

Schulpräsident Rolf Gmünder

Schulpräsident Rolf Gmünder

Bild: Mario Testa
«Im Moment besuchen 429 Schülerinnen und Schüler unsere Schule. Rechnen wir die künftige Schülerzahl allein mit den bereits bekannten Geburten in unserer Gemeinde hoch, so sind es 486 Schülerinnen und Schüler im Jahr 2024.»

Die Zu- und Wegzüge würden sich bei der Schülerzahlentwicklung erfahrungsgemäss die Waage halten. Nicht abschätzbar sei jedoch, wie sich die nach wie vor hohe Bautätigkeit in der Gemeinde auf die künftigen Schülerzahlen auswirken werde.

Dominik Schmid, Mitglied der Schulbehörde, erläutert den Inhalt der durchgeführten Machbarkeitsstudie. «Sie zeigt, dass eine etappenweise Erweiterung der Schulanlage auf dem derzeitigen Areal möglich ist», sagt er.

Mehrere Möglichkeiten bei der Turnhalle

Eine Votantin erkundigt sich, wie der Ausbau des Turnraums angedacht sei. Nicht angetastet werden kann die denkmalgeschützte Mehrzweckhalle. «Anders als der Name besagt, ist unsere Doppelturnhalle im Grunde genommen nur eine eineinhalbfache Halle», sagt Schmid.

«Vom Platz her wäre es möglich, an ihrer Stelle eine Dreifachturnhalle zu errichten. Wir tendieren aber eher zum Neubau einer Doppelturnhalle, wobei die Zivilschutzanlage im Untergeschoss bestehen bleiben soll.» In welche Richtung es dann tatsächlich gehen werde, zeige aber erst der Projektwettbewerb auf.

Die Argumente der Schulbehörde überzeugen. Ohne Gegenstimme wird dem Antrag für den Projektwettbewerb im Kostenrahmen von 300'000 Franken zugestimmt. Entnommen werden die Mittel dem Erneuerungsfonds Baufolgekosten. Die Möglichkeit, am Ende der Versammlung Fragen zu stellen, wird von den Anwesenden nicht genutzt.