Schule Kreuzlingen informierte über zwei Hort-Bauprojekte

Über die Pläne für die Standorte Tannegg und Weinburg wird am 19. Mai abgestimmt.

Kurt Peter
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Diskussionen im Hort Tannegg: Die Architekten Martin Schneider und Heidi Stoffel, Karin Helbling, Leiterin der Schule mit Tagesstruktur, Schulpräsidentin Seraina Perini und Cvjetko Miljic. (Bild: Kurt Peter)

Diskussionen im Hort Tannegg: Die Architekten Martin Schneider und Heidi Stoffel, Karin Helbling, Leiterin der Schule mit Tagesstruktur, Schulpräsidentin Seraina Perini und Cvjetko Miljic. (Bild: Kurt Peter)

Um dem stetig wachsenden Bedürfnis nach Tagesbetreuung von Primarschülern nachzukommen, muss in Kreuzlingen die entsprechende Infrastruktur ausgebaut werden. Am 19. Mai befinden die Stimmberechtigten daher über zwei Kreditbegehren. Für den Hortneubau Tannegg beantragt die Behörde 3,1 Millionen Franken, für die Hortneubauten und die Sanierung Weinburg 3,85 Millionen. Die interessierte Bevölkerung hatte am Samstag die Gelegenheit, sich an beiden Standorten ein Bild über die bestehenden Räumlichkeiten und über die Projekte zu verschaffen.

Heute im schlechten Zustand

Der Hort Tannegg befindet sich in einem alten Gebäude und entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr. «Die Kinder selber finden die Räumlichkeiten zwar spannend und attraktiv», erklärte Behördenmitglied Cvjetko Miljic, «doch das Gebäude ist uralt, die Räume wenig zweckmässig und die Bausubstanz allgemein im schlechten Zustand». Bisher sei nur das Nötigste an Unterhalt gemacht worden, trotzdem gebe es immer wieder Wasser im Haus, die Heizung sei im Winter auch schon eingefroren, die Fluchtwege nicht optimal.

Die räumlichen Voraussetzungen für den weiteren Betrieb im Hort Tannegg sind nach Meinung der Behörde schlicht nicht mehr gegeben. Aus diesem Grund ist ein Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft geplant. In einem ersten Schritt soll der Neubau inklusive Umgebung realisiert werden, und nach Inbetriebnahme der Altbau abgebrochen werden. Ein Alternativstandort für diese Übergangszeit sei in unmittelbarer Nähe gefunden, er könne nach den Sommerferien in Betrieb gehen, sagte Miljic.

Kompetenzzentrum für Bernegg

Am Standort Weinburg sind zwei Neubauten sowie Sanierungsarbeiten geplant. Aufgrund der prognostizierten Schülerentwicklungen in Emmishofen müsse das Angebot an Kindergarten- und Hortplätzen erhöht werden. «Die Mittagsbetreuung nehmen 40 Kinder in Anspruch, die Kapazität soll deutlich erhöht werden», sagte Markus Blättler, Vizepräsident der Primarschulgemeinde vor Ort. Das Areal biete sich als «Kompetenzzentrum für Kindergarten sowie ausserfamiliäre Tagesbetreuung für das Schulzentrum Bernegg an». Der stattliche Altbau entspricht nicht mehr den aktuellen energetischen und betrieblichen Anforderungen. Im Zusammenhang mit den Neubauten soll der Altbau Weinburg generalsaniert werden.