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Schule Erlen setzt einen gesellschaftspolitischen Akzent

Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist den Stimmbürgern der Volksschulgemeinde Erlen etwas wert. Mit grosser Mehrheit genehmigten sie den Kredit für das Projekt «Familienergänzende Betreuung».
Hannelore Bruderer
Schulpräsident Heinz Leuenberger und Gemeindepräsident Roman Brülisauer. (Bild: Hannelore Bruderer)

Schulpräsident Heinz Leuenberger und Gemeindepräsident Roman Brülisauer. (Bild: Hannelore Bruderer)

Über mangelndes Interesse an der Gemeindeversammlung konnte sich die Behörde der Schule Erlen am Donnerstagabend nicht beklagen. Mit 220 Stimmberechtigten nahmen mehr als doppelt so viele Schulbürger als in anderen Jahren ihr Recht zur Mitbestimmung wahr. Grund dafür war das Traktandum «Familienergänzende Betreuung in Erlen».

Die Schule hatte das zukunftsweisende Projekt gemeinsam mit der politischen Gemeinde aufgegleist. Da beide Körperschaften das Projekt tragen, benötigte es ein Ja der Stimmbürger beider Versammlungen. Sowohl Schulpräsident Heinz Leuenberger als auch Gemeindepräsident Roman Brülisauer legten deshalb zu Beginn ihre Argumente dar.

Gilt auch für Buchackern und Andwil

Das Betreuungsangebot soll in zwei Phasen eingeführt werden: In der ersten ab 2019 ist die Betreuung nur für Kinder im Schulalter offen, in der zweiten ab 2022 dann zusätzlich auch für Kinder im Vorschulalter. Die Präsidenten hoben den langfristigen gesellschaftlichen Gesamtnutzen hervor.

Auf Nachfragen aus dem Publikum bestätigten die Präsidenten, dass das neue Angebot auch von den Einwohnern von Buchackern und Andwil genutzt werden kann, obwohl diese jeweils nur zu einer der beiden Körperschaften gehören. Ein Votant stellte den Antrag, dass über die Einführung der zwei Phasen getrennt abgestimmt wird, was die Stimmbürger ablehnten.

Deutliche Zustimmung zum Kredit

Darauf schritt Schulpräsident Leuen­berger zur Abstimmung über die jährlich wiederkehrenden Kosten von 112 000 Franken bei einem Maximalausbau des Angebots. Bei nur 32 Gegenstimmen sagten die Stimmbürger deutlich Ja zum Kreditantrag.

Die Ampel für die Einführung der familienergänzenden Betreuung stand damit aber noch nicht auf grün. Erst mussten auch die Stimmbürger der Politischen Gemeinde Erlen über ihren Kostenanteil am Projekt abstimmen.

Kreativhaus soll alte Turnhalle ersetzen

Mit jeweils vereinzelten Gegenstimmen und Enthaltungen hiessen die Anwesenden auch die weiteren Anträge der Schulbehörde gut. Für die Pro­jektierung des Ersatzneubaus Kindergarten Schöntal steht die Summe von 150 000 Franken bereit. Mit 2, 235 Mio. Franken wird im nächsten Jahr die zweite Etappe der Sanierung des Mittelstufenschulhauses in Angriff genommen.

195 000 Franken bewilligten die Stimmbürger für einen Architekturwettbewerb. Er soll aufzeigen, wie ein künftiges Kreativhaus als Ersatz für die alte Turnhalle auf dem Erler Schulareal aussehen könnte. Dieser Bau soll unter anderem Räume für die familienergänzende Betreuung, für die Logopädie, die Bibliothek und das textile und nichttextile Werken enthalten.

Ja zum Budget 2019

Mit einem Aufwand von rund 11,5 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 11,2 Millionen Franken weist das Budget 2019 der Volksschulgemeinde Erlen einen Verlust von 309 105 Franken aus. Das Budget wurde von der Gemeindeversammlung diskussionslos und mit nur einer Gegenstimme genehmigt. (hab)

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