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Schüler müssen in Weinfelden ohne Zebrastreifen über die Strasse

Die Schüler des Elisabetha-Hess-Schulzentrums haben am Montag ihren neuen Schulweg bewältigt. Beim Übergang über die Bachtobelstrasse ist jedoch Vorsicht geboten – ein Zebrastreifen fehlt.
Sabrina Bächi
Gut nach rechts und links schauen, denn ohne Fussgängerstreifen ist der Übergang gefährlich. (Bild: Andrea Stalder)

Gut nach rechts und links schauen, denn ohne Fussgängerstreifen ist der Übergang gefährlich. (Bild: Andrea Stalder)

Alle paar Meter baumeln gelbe Ballone im Wind. Plakate daneben: «Achtung Schulanfang!» Die Autofahrer gucken. Die Schüler auch. Es ist der erste Schultag und alle Schüler, die ins neue ­Elisabetha-Hess-Schulzentrum müssen, gehen heute zum ersten Mal ihren neuen Schulweg. Für einige von ihnen führt dieser über die Bachtobelstrasse. Dort hat es jedoch noch immer keinen Fussgängerstreifen (unsere Zeitung berichtete).

«Wegen des fehlenden Übergangs hat sich eine Arbeitsgruppe mit besorgten Eltern zusammengeschlossen», sagt Kerstin Hertel vom Elternforum. Sie organisierten Plakate, gelbe Ballone, Pylonen und zeichneten weisse Füessli an die Stellen, an denen die Schüler über die Strasse sollen. «Damit die Kinder sehen, ob ein Auto kommt, müssen sie etwa zwei Schritte in die Strasse hinein stehen», erklärt sie. Eigens dafür zeichneten die Eltern auch ein Auge hin, um die Kinder daran zu erinnern, gut zu schauen.

Kein Entscheid vor September

«Ich bin sicher, alleine können die Kinder hier gut über die Strasse gehen, aber in der Gruppe ist es schwieriger. Manchmal springen sie einem Gspändli nach und schauen dann nicht richtig, dann wird es gefährlich», sagt Diana Jäger, deren Tochter gestern in die zweite Klasse kam. «Die Kinder sollen den Übergang selbst meistern können. Wir haben Zuhause darüber gesprochen und ich habe meinen Kindern gesagt, dass es ein schwieriger Übergang ist», ergänzt Mutter Marion Jäger.

Weisse Füsse zeigen, wo die Kinder über die Strasse sollen. (Bild: Andrea Stalder)

Weisse Füsse zeigen, wo die Kinder über die Strasse sollen. (Bild: Andrea Stalder)

Speziell geübt haben aber nicht alle Mütter. «Meine Tochter kennt den Übergang bereits, weil sie zum Spielen oft hier über die Strasse geht», sagt Monika Schönholzer. Trotzdem sei eine Strukturierung nötig. Ein Fussgängerstreifen mehr als erwünscht.

Schulpräsident Thomas Wieland ist auch vor Ort. Die Schulgemeinde muss auf den Entscheid des Verwaltungsgerichts warten, ob es bei der Bachtobelstrasse einen Fussgängerstreifen gibt. «Das wird in September», sagt er. Bei einem Nein gelte es, weitere Möglichkeiten mit dem Kanton abzuklären.

"Die Kinder müssen in die Strasse stehen." Kerstin Hertel - Elternforum Weinfelden

Denn der Grund für den fehlenden Fussgängerstreifen ist, dass die Bachtobelstrasse dem Kanton gehört und die Anforderungen für einen Zebrastreifen nicht erfüllt. Die Aktion der Arbeitsgruppe Schulwegsicherheit sei da, um aufmerksam zu machen. «Zum einen die Autofahrer, damit sie wissen, dass hier neuerdings viele Kinder die Strasse überqueren und zum anderen natürlich die Schüler», sagt Hertel.

Auch wenn sie einen Fussgängerstreifen ideal fände, wie genau die Übergangshilfe für die Kinder aussieht, spielt ihr weniger eine Rolle. Dass etwas hin muss, steht aber ausser Frage. «Es ist eine schwierige Strasse. Es sollte nicht zuerst etwas passieren müssen.» Sie hofft auf eine schnelle und gute Lösung. Denn die weissen Füessli am Strassenrand sind mit dem nächsten Regen weg.

Durch den Tunnel in die Pause

Mit dem ersten Schultag ist auch der neue Spielplatz auf dem Pausenhof offiziell eröffnet worden. Eva Noger, Schulleiterin des Elisabetha-Hess-Schulzentrums, hat am Montag vor der versammelter Schülerschar den Pausenplatz mit einer kurzen Ansprache eingeweiht.

Symbolisch schnitt sie das rote Band durch und entliess die Kinder durch das Tunnel in die wohlverdiente erste Pause auf dem neuen Schulhof. Gemeinsam mit Eltern und Lehrern haben die Schüler vor den Sommerferien während einer Woche den Abenteuer-Spielplatz gebaut (unsere Zeitung berichtete). Dank professioneller Unterstützung eines Gartenbauteams ist mit viel Kies, Sand und Holz ein vielseitiges Spielparadies entstanden.

Gestern konnten die Kinder zum ersten Mal die Seilbahn, den grossen Spielturm oder die Schaukeln in Beschlag nehmen. Auch für die, die es lieber ruhiger mögen hat es Platz. Eine etwas abgelegene Arena hinter den Beerenbüschen sorgt für Ruhe. Für alle ist etwas dabei. (sba)

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