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Schreck im Arboner Park Hotel

Ein Ast eines alten Kastanienbaumes an der Bahnhofstrasse bricht plötzlich ab. Darunter ist die Gartenterrasse des Restaurants von Avzi Ismaili. Er hat Angst um seine Gäste und will handeln. Doch der Baum ist geschützt.
Annina Flaig
Imposantes Bild an der Bahnhofstrasse: Ein Ast der grossen Kastanie ist abgebrochen. (Bild: Andrea Stalder)

Imposantes Bild an der Bahnhofstrasse: Ein Ast der grossen Kastanie ist abgebrochen. (Bild: Andrea Stalder)

Wirt Avzi Ismaili hat ein Problem: Am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr ist von der grossen Kastanie vor seinem Park Hotel an der Bahnhofstrasse ein Ast abgebrochen. «Es geschah völlig aus dem Nichts. Es hat nicht einmal gewindet.» Ismaili kam mit dem Schrecken davon: In seiner Gartenterrasse – mit 40 Plätzen direkt unter dem Baum – wurde niemand verletzt. Der Ast ist zur Strasse hin abgebrochen, wo zu dieser Zeit glücklicherweise auch keine Fussgänger unterwegs waren. Doch seit Sonntagmorgen hat Ismaili keine Ruhe mehr.

Wirt befürchtet, dass der Baum umfällt

Der Wirt hat Angst um seine Gäste und macht sich grosse Sorgen, dass die Kastanie dieser Tage aus dem Gleichgewicht geraten und über seine Gartenterrasse stürzen könnte. «Ich lasse meine Gäste nicht mehr unter dem Baum sitzen.» Damit mache er sich unbeliebt bei dieser Hitze. Denn der Kastanienbaum ist ein traumhafter Schattenspender. «Aber ich bin ein emotionaler Mensch. Wenn hier jetzt jemandem etwas passiert, wird mich das mein Leben lang begleiten.»

«Er ist zu fest und zu einseitig verletzt»

Der Sachschaden hält sich in Grenzen: Das Dach eines Holzschopfs, eine Werbetafel und Blumentöpfe wurden beschädigt. Der Ast liegt noch da. Polizei und Feuerwehr haben die Stelle zur Strasse hin abgesperrt. Was mit dem Baum nun passiert, ist laut Ismaili noch unklar. Der Baum stehe unter Schutz. In Absprache mit der Stadt hat er gestern das technische Lohnunternehmen von Karl Hutter damit beauftragt, den abgebrochenen Ast wegzuräumen.

Die Kastanie ist rund 100 Jahre alt

Hutter, der in Arbon seit 20 Jahren Spezialfällungen vornimmt, schätzt das Alter der Kastanie ganz grob auf rund 100 Jahre. Und er gibt ihr keine Chance: «Der Baum ist zu fest und zu einseitig verletzt. Ich denke, man wird nicht darum herumkommen, ihn zu fällen», sagt er. Laut Hutter könnten jederzeit weitere Äste abbrechen. Er betont allerdings, dass dies seine Einschätzung und keine Expertise sei.

Ein Fällgesuch ist nötig

Hutter vermutet, dass die Stadt noch einen ausgewiesenen Fachmann herbeiziehen wird. Danach wird laut Hutter, sollte er recht behalten, wohl ein Fällgesuch gestellt sowie ein Baugesuchs- und Ersatzpflanzungsverfahren eingeleitet. Bei der Stadt konnte gestern niemand erreicht werden, der für die alte Kastanie zuständig ist.

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