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Oltens Millionenverlust betrifft auch den HC Thurgau

Die finanziellen Schwierigkeiten von Thurgaus Ligakonkurrent zeigen die Probleme in der zweithöchsten Schweizer Eishockeyliga auf. Mit dem Finger auf den EHC Olten zu zeigen, kann deshalb nicht die Lösung sein.
Matthias Hafen
Oltens Präsident Marc Thommen ist derzeit nicht zum Lachen zumute. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus, Olten, 20. März 2019)

Oltens Präsident Marc Thommen ist derzeit nicht zum Lachen zumute. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus, Olten, 20. März 2019)

Eigentlich lief beim EHC Olten alles rund: Der Club aus der Swiss League hatte sich über die Jahre von seiner x-ten finanziellen Krise erholt und das 2014 renovierte Kleinholz-Stadion befeuerte neue Ambitionen Richtung NLA-Promotion. Die Solothurner gehörten in den vergangenen Jahren wieder zu den ambitioniertesten Teams der zweithöchsten Eishockeyliga. Nun stellte sich heraus: Die Vorwärtsstrategie hatte ihren Preis.

Es war ein kleiner Schock, als Präsident Marc Thommen vor knapp zehn Tagen an der Generalversammlung der EHC Olten AG einen Verlust von 400000 Franken präsentierte. Nur dank der Grosszügigkeit von Unternehmer Thommen, anderer Verwaltungsräte sowie Partner des Clubs fiel das Minus nicht noch deutlicher aus. Gemäss «Oltner Tagblatt» wurde auf insgesamt 750000 Franken verzichtet, um den EHC Olten am Leben zu erhalten. «Ohne Liquiditätszuschüsse und Verzichte würde es den EHC Olten in der heutigen Form nicht mehr geben», wird Thommen zitiert.

Eine halbe Million weniger für die NLB-Mannschaft

Bereits vor dem millionenschweren Verlust hatte beim EHC Olten eine Altlastenbereinigung stattgefunden, die eine Budgetkürzung von 500000 Franken für die Saison 2019/20 zur Folge hatte. Wieder einmal pfeift der ambitionierte Swiss-League-Club finanziell aus dem letzten Loch. Oltens Ligakonkurrenten tun aber gut daran, nicht mit dem Finger auf die Solothurner zu zeigen – Misswirtschaft hin, Schadenfreude her. Denn die Liga braucht Vertreter wie den EHC Olten, die noch nicht alle sportlichen Ambitionen über Bord geworfen haben. Bewahre vor einer Liga mit lauter Ticino Rockets, GCK Lions und EVZ Academies!

Die NLA gerät immer mehr ausser Reichweite

Die Probleme des EHC Olten sind die Probleme der ganzen Swiss League. Clubs mit Ambitionen steigern Attraktivität und Relevanz der Meisterschaft. Und wer aufsteigen will, braucht heutzutage sehr viel Geld. Denn die Kluft zwischen Swiss League und National League wird immer grösser. Selbst Organisationen wie die Rapperswil-Jona Lakers und der EHC Kloten, die schon alle infrastrukturellen Voraussetzungen haben, um in der NLA mitzuspielen, tun sich schwer, den Anschluss mit der Elite des Landes zu halten.

Dass der EHC Olten jetzt die Stabilisierung seiner Finanzen zu seinem höchsten Ziel macht, ist mehr als vernünftig. Es ist aber ebenso willkommen zu hören, dass Präsident Thommen an den grundsätzlichen Ambitionen festhält. Oder wie er sagt: «Es bleibt unser Ziel, eine führende Rolle in der neuen Meisterschaft zu spielen.»

Die Neuen treffen für den HC Thurgau

Der HC Thurgau kassierte im sechsten Testspiel die bereits fünfte Niederlage. Auswärts gegen den Ligakonkurrenten EHC Olten resultierte am Dienstagabend ein 3:6 (1:2, 2:2, 0:2). Die Thurgauer, die mit Patrick Brändli, Dominic Hobi, Lars Kellenberger und Janik Loosli immer noch vier Verletzte zu beklagen haben, liefen schon ab der dritten Minute einem Rückstand hinterher. Es war jedoch nicht so, dass die Mannschaft von Trainer Stephan Mair diesen nicht mehr aufholen konnten. Bis zur 25. Minute machten die Neuzuzüge Niki Altorfer und Sascha Figi aus einem 0:2 ein 2:2. Jedoch blieben die Oltner auch im Mitteldrittel das bessere Team. Connor Jones’ 3:4 zwei Minuten vor der Sirene war das letzte offensive Aufbäumen der Thurgauer an diesem Abend. Das nächste Testspiel im Hinblick auf die Swiss-League-Saison 2019/20 bestreitet der HCT am Freitag um 20 Uhr in Weinfelden gegen Innsbruck aus der höchsten österreichischen Liga. (mat)

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