Schon wieder ein Schaden: Die Sekundarschulgemeinde Arbon bleibt vom Pech verfolgt

Im Frühling ist Wasser in die Turnhalle im Stacherholzschulhaus eingedrungen. Die Sanierung ist teuer. Immerhin hat die Sek jetzt etwas Geld auf der hohen Kante. Sogar eine baldige Steuerfusssenkung ist nicht ausgeschlossen.

Markus Schoch
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Der Boden der Turnhalle im Stacherholz muss nach einem Schaden neu gemacht werden. Über die Wand auf der linken Seite lief Wasser rein.

Der Boden der Turnhalle im Stacherholz muss nach einem Schaden neu gemacht werden. Über die Wand auf der linken Seite lief Wasser rein.

Bild: Markus Schoch (Arbon, 26. August 2020)

Die Zahlen sind erfreulich. Die Sekundarschulgemeinde schliesst die Rechnung 2019 mit einem Plus von fast 2 Millionen Franken ab. «Das ist sehr positiv», sagte Finanzchef Adrian Bitzi am Dienstag an einer Medienorientierung. Budgetiert war eine schwarze Null. Weil die Sekundarschulgemeinde schon im Jahr davor einen Abschluss mit einen gleich hohen Gewinn vorgelegt hatte, beläuft sich das Eigenkapital jetzt auf fast 2 Millionen Franken. Bitzi sagte:

«Damit sind wir dem Ziel von ungefähr
5 Millionen Franken einen grossen Schritt näher gekommen.»

Erfreulich sei auch, dass es gleichzeitig gelungen sei, die Fremdkapital-Belastung auf rund 30 Millionen Franken zu reduzieren. 2014 belief sie sich noch auf über 40 Millionen Franken.

Gewinnerin des neuen Beitragsgesetzes

Die finanzielle Erholung der zuletzt arg gebeutelten Sekundarschulgemeinde dürfte weiter gehen. Sie ist im Unterschied zur Primarschulgemeinde Arbon eine der Gewinnerinnen des neuen Beitragsgesetzes. In diesem Jahr muss die Sek noch über 2,3 Millionen Franken in den Finanzausgleich einzahlen, künftig bekommt sie Geld aus Frauenfeld. «Wie viel es sein wird, wissen wir noch nicht», sagte Schulpräsident Robert Schwarzer.

Adrian Bitzi und Robert Schwarzer stellten die Rechnung vor.

Adrian Bitzi und Robert Schwarzer stellten die Rechnung vor.

Bild: Markus Schoch (Arbon, 25. August 2020)

«Es ist jedoch die klare Absicht, den Steuerfuss zu senken.» Über einen entsprechenden Antrag werde die Schulbehörde bald entscheiden.

An der Rechnung dieses Jahres wird es voraussichtlich nicht liegen. «Es kann ein positives Resultat geben», sagte Bitzi. Und auch fürs nächste Jahr «ist der Grundtenor optimistisch.»

Es stehen Investitionen in Schulbauten an

Nach Meinung des Kanton ist der Spielraum längst gegeben, die Steuerzahler zu entlasten. Nach seinen Berechnungen wäre ein Steuerfuss von 29 Prozent möglich. «Ob das realistisch ist, dazu möchte ich keine Aussage machen», sagte Bitzi. Sie hätten in gewissen Bereichen dringenden Nachholbedarf, gibt Schwarzer zu bedenken.

«Wir haben die Investitionen in die Schulbauten in der Vergangenheit wegen der finanziell angespannten Situation lange auf Sparflamme halten müssen.» Die Behörde erarbeite derzeit ein Schulraumkonzept für die nächsten zehn Jahre.

Spannungsriss in Turnhallenwand

Um zu wissen, welchen Weg das Wasser genommen hat, musste die Wand stellenweise aufgebrochen werden.

Um zu wissen, welchen Weg das Wasser genommen hat, musste die Wand stellenweise aufgebrochen werden.

Bild: Markus Schoch (26. August 2020)

Ins Geld geht auch ein Schaden bei der 1963 eröffneten Doppelturnhalle Stacherholz. Durch einen Spannungsriss in der äusseren Betonwand auf der Südseite konnte im Frühling Wasser in den Unterlagsboden eindringen, so dass sich der Sportbelag ablöste.

Die Sanierung ist aufwendig. So muss der ganze Boden neu gemacht werden. Die Aussenwand, die vier Meter tief in den Boden geht, lässt die Schule auf Anraten eines Experten abdichten. Die Kosten belaufen sich auf rund 340'000 Franken. Die Arbeiten sollen bis nach den Herbstferien abgeschlossen sein