Die Organisatoren des Amriswiler Osterspringens sind schon wieder die Besten

Das Amriswiler Osterspringen bekommt im Jubiläumsjahr erneut die Auszeichnung «Organizer of the Year».

Manuel Nagel
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OK-Präsident Stefan Kuhn und Urs Himmelberger mit den Auszeichnungen der letzten beiden Jahre.

OK-Präsident Stefan Kuhn und Urs Himmelberger mit den Auszeichnungen der letzten beiden Jahre.

(Bild: PD/seh)

Eine souveräne Titelverteidigung zum Jubiläum: Just vor der hundertsten Ausgabe des Amriswiler Osterspringens darf sich das Organisationskomitee des traditionellen Pferdesportanlasses erneut «Organizer of the Year» nennen.

OK-Präsident Stefan Kuhn freut sich über die Bestätigung:

«Die zweite Auszeichnung in Folge zeigt uns deutlich, dass unsere Bemühungen im Pferdesport auch tatsächlich wahrgenommen werden.»

Die Auszeichnung wird von der Fördervereinigung Swiss Team Trophy verliehen. Insgesamt sind es neun Veranstaltungen in der Schweiz, die Championate- Prüfungen anbieten und um den Titel «Organizer of the Year» buhlen. Um vorne mit dabei zu sein, brauche es eine qualitativ sehr hochstehende Veranstaltung, sagt Stefan Kuhn, zumal sich alle Events auf hohem Niveau bewegen würden.

«Das Gesamtpaket stimmt bei uns offenbar», sagt Urs Himmelberger, der im OK für die Gastronomie zuständig ist. «Bemerkenswert ist, dass wir stets sehr viele Zuschauer anziehen – auch solche, die mit Pferdesport sonst wenig am Hut haben. Das verleiht dem Osterspringen seinen besonderen Charakter.»

Der Sandplatz mit Vorgeschichte

Himmelberger und Kuhn sind sich einig, dass die hervorragende Infrastruktur des Events das Zünglein an der Waage war für die erneute Auszeichnung. «Die Umstellung vom Grasplatz auf den Sandplatz wird honoriert. Das ist nicht nur für den Reitverein ein Erfolg, sondern für alle Involvierten – auch für die Stadt Amriswil», sagt Himmelberger.

Osterspringen war einst Militärveranstaltung

Bei der diesjährigen Austragung des Osterspringens, das am Gründonnerstag beginnt, handelt es sich bereits um die 100. Ausgabe. «Der Anlass hat sich über die Jahre gewaltig gewandelt», sagt OK-Mitglied Urs Himmelberger. «Früher war er noch eine Militärveranstaltung, an der in Uniform geritten wurde. Heute bekommt man Profisport, auf höchstem Niveau zu sehen.» (red)

Dem mobilen Sandplatz, der seit 2017 im Einsatz ist, geht eine längere Geschichte voraus. Über Jahre bereitete dem Reitverein, der Stadt und dem FC Amriswil der Umstand Kummer, dass der Ostplatz auf dem Tellenfeld nach dem Osterspringen nicht mehr genutzt werden konnte; der Rasen musste sich erst erholen. Es wurde gar in Erwägung gezogen, mit dem Osterspringen an einen anderen Standort auszuweichen.

Parallel zu diesem Dilemma entwickelte sich der Reitsport immer mehr weg vom Grasplatz hin zum Sandplatz. «Der Sport lief am Osterspringen aufgrund des Grasplatzes irgendwann nur noch auf Sparflamme», erinnert sich Urs Himmelberger. «Bei guter Witterung konnten wir mit gut 40 Teilnehmern rechnen, bei Schlechtwetter gerade noch mit 20». Das ist nun ganz anders: Bei vollem Feld sind es heute auf dem wetterunabhängigen Sandplatz 70 Reiterinnen und Reiter, die am Osterspringen teilnehmen.

Hinweis
Die nationalen Springprüfungen finden am diesjährigen Osterspringen am 9., 11. und 13. April statt. Die regionalen Prüfungen finden vom 16. bis 19. April statt.