Schönholzerswilen
Klare Signale für die Schulgemeinde für einen Kaufrechtsvertrag in Buhwil

Schulpräsidentin Maike Scherrer führt am Donnerstagabend in der Turnhalle Neukirch an der Thur die Schulgemeindeversammlung. 46 von 2234 Schulbürgerinnen und Schulbürgern stimmen allen traktandierten Geschäften zu, ach dem Kaufrechtsvertrag für das Schulhaus in Buhwil.

Manuela Olgiati
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Die VSG-Nollen-Behörde mit Präsidentin Maike Scherrer (stehend).

Die VSG-Nollen-Behörde mit Präsidentin Maike Scherrer (stehend).

Bild: Manuela Olgiati

Die Volksschulgemeinde Nollen hält auch weiterhin an ihrer Entscheidung fest, das Schulhaus Buhwil und den zugehörigen Spielplatz zu behalten. Da die öffentliche Zone des Schulhauses Buhwil aber sehr gross ist, hat die VSG Nollen bei der politischen Gemeinde Kradolf-Schönenberg beantragt, 3220 m2 des Landes in Bauland umzuwandeln. Diesen Antrag hat die politische Gemeinde umgesetzt und in der Revision des Richtplans wurde das Land unterhalb des Schulhauses in die Wohnzone überführt.

Die Überführung aus der öffentlichen Zone in eine Wohnzone hat einen Kaufrechtsvertrag zur Folge. Die Volksschulgemeinde Nollen beantragt an ihrer Schulgemeindeversammlung dem Stimmvolk in Konsequenz einen Kaufrechtsvertrag für die 3220 Quadratmeter Bauland zwischen der Gemeinde Kradolf-Schönenberg und der VSG Nollen. Der anwesende Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg, Heinz Keller präzisiert:

«Das Land wird nicht verkauft, sondern kann bebaut werden.»

Das heisst, dass bei Nichtveräusserung des Landes innerhalb der nächsten zehn Jahre die Gemeinde Kradolf-Schönenberg das Vorkaufsrecht zu einem heute bereits definierten Betrag erhält. «Dieser Betrag ist aktuell mit 250 Franken pro Quadratmeter beziffert», sagt Schulpräsidentin Maike Scherrer.

Mit Abstand und Maske nehmen die Schulbürgerinnen und Schulbürger an der Versammlung in Neukirch an der Thur teil.

Mit Abstand und Maske nehmen die Schulbürgerinnen und Schulbürger an der Versammlung in Neukirch an der Thur teil.

Bild: Manuela Olgiati

Die Überführung des Landes in die Dorfzone bewirke einen Buchgewinn im Finanzvermögen, der sich im Rechnungsabschluss 2021 positiv niederschlagen werde. Nach kurzer Diskussion wird mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung der Kaufrechtsvertrag Buhwil zwischen der Gemeinde Kradolf-Schönenberg und der VSG Nollen mit 44 Stimmen gutgeheissen.

Alter Schulbus hat ausgedient

Maike Scherrer, Präsidentin Volksschulgemeinde Nollen.

Maike Scherrer, Präsidentin Volksschulgemeinde Nollen.

Bild: Manuela Olgiati

Maike Scherrer knüpft an die Schulgemeindeversammlung vom Herbst 2020 an und erläutert die Gründe gegen einen zweiten schulfreien Nachmittag. Die Schulpräsidentin stellt auch klar, dass als Ersatz eines 20 Jahre alten Schulbusses ein Elektrobus als Variante geprüft werde. Die in den letzten Jahren beschafften Schulbusse bleiben weiterhin im Einsatz.

An der Urne im März genehmigten die Schulbürger den Kredit für die Sanierung am Schul- und Verwaltungsgebäude Schönholzerswilen in der Höhe von 1,57 Millionen Franken. «Wir hoffen auf die Baubewilligung bis zu den Sommerferien und beginnen im September mit den Sanierungsarbeiten», sagt Erwin Bischof, Präsident der Baukommission.

Drei Rücktritte aus der Rechnungsprüfungskommission

Schulpräsidentin Maike Scherrer überreicht dem neu gewählten Schulbehördemitglied Saskia Rutz ein Willkommensgeschenk. Im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) am Versammlungsabend werden Manuela Blattmann und Thomas Etter einstimmig wieder gewählt. Die bisherigen GRPK-Mitglieder Tanja Seeholzer, Evelyne Vogel und Conny Hofstetter hatten ihre Rücktritte eingereicht. Drei Sitze in der GRPK bleiben damit vakant. Dafür wird ein externes Treuhandbüro eingesetzt.

Rechnung 2020

Fast eine halbe Million im Plus

Die Rechnung 2020 schliesst bei einem Aufwand von 8,06 Millionen und einem Ertrag von 8,46 Millionen mit einem Gewinn von gut 400'000 Franken ab. Das Budget sah noch ein Defizit von gut 540'000 Franken vor. Das bessere Ergebnis liegt an höheren Steuereinnahmen. Durch das revidierte Beitragsgesetz erhielt die VSG Nollen zudem mehr Kantonsbeiträge. Die Rechnung heissen die 46 Schulbürgerinnen und Schulbürger einstimmig gut. Auch die Gewinnverwendung wird gutgeheissen: Gut 230'000 Franken fliessen als Einlage in den Erneuerungsfonds für Baufolgekosten ein, mit 100'000 Franken wird Mobiliar für die Sekundarschule vorfinanziert und mit weiteren 50'000 Franken die ICT-Infrastruktur. 22'000 Franken werden dem Eigenkapital zugewiesen.