Schöne Musik für den guten Zweck: Das Symphonische Blasorchester Kreuzlingen spielte am Samstagabend zu Gunsten der Stiftung Mansio

Für das Konzert «Symphonia Luminosa» in Bottighofen erhielten die 78 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Dirigent Stefan Roth sehr viel Applaus.

Judith Schuck
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78 Musikerinnen und Musiker konzertierten unter der Leitung von Dirigent Stefan Roth im Dorfzentrum Bottighofen.

78 Musikerinnen und Musiker konzertierten unter der Leitung von Dirigent Stefan Roth im Dorfzentrum Bottighofen.

(Bild: Donato Caspari)

Das Publikum im Dorfzentrum Bottighofen lauschte dem Konzert am Samstagabend andächtig. Stefan Roth, Dirigent des Symphonischen Blasorchesters Kreuzlingen, hatte ein abwechslungsreiches Programm ausgesucht, bei dem die 78 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne ihr Können unter Beweis stellten.

Moderator des Abends war Florian Landolt, Videojournalist bei TV Südostschweiz. Dadurch, dass Landolt selbst drei Blasinstrumente spielt, weiss er, wovon er spricht, wenn er das SBO als «Weltklasse-Orchester» anmoderiert:

«Die Stücke der drei Komponisten heute geben trotz ihrer Verschiedenartigkeit ein grossartiges Gesamtbild.»

Drei Stücke von drei Komponisten

Bei «Divertimento» des Schweizer Komponisten Oliver Waespi werden quirlige Klarinetten von einer erdenden Harfe und Oboen abgelöst. Auf ruhige Bongo-Trommeln folgen laute, urbane Jazzklängen, zu denen Stefan Roth mit ebenso zackigem Elan sein Orchester dirigiert, wie er die Partitur umblättert. Roth ist mit Waespi bestens vertraut, da er Teile seines Masterstudiums bei ihm absolvierte.

Der zweite Komponist des Abends, der Italiener Ottorino Respighi, widmete sich den «Pinien von Rom». Glockenspiel und trällernde Holzbläser geben unter den Bäumen spielende Kinder wieder. Als der Konsul schweren Schrittes unter den Pinien durchschreitet, schlägt die Stimmung in tiefes Moll um.

Der zeitgenössische spanische Komponist Ferrer Ferran vertonte die Abenteuer des Pinocchio als sinfonische Suite.

Das SBO Kreuzlingen.

Das SBO Kreuzlingen.

(Bild: Donato Caspari)

Den «unglaublich grossen Applaus» für die drei Stücke belohnte Roth mit zwei Zugaben – dem «Danzón numero 2» von Arturo Márquez, der «heimlichen Hymne Mexikos», wie Landolt sagte, sowie einem «Stille Nacht» für den Nachhauseweg.

Christian Schärer, Mitglied der Vereinsleitung, sagt:

«Unser Dirigent hat ein gutes Händchen bei der Auswahl der Stücke. Als Orchester probieren wir so immer wieder Neues aus und sind dann selbst ganz überrascht.»

4400 Franken in der Kollekte

Die Reihe «Symphonia Luminosa» gibt es seit 2018. Das Winterkonzert ist Benefizkonzert. In diesem Jahr ging die Kollekte von 4400 Franken an die Stiftung Mansio, die Menschen mit Beeinträchtigung ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

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