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Arboner Foto-Wettbewerb: Schnappschuss aus dem Hinterhalt

Den ersten Preis im Wettbewerb hat Regina Rosin gewonnen. Erstprämiert wurde eine Schwarz-weiss-Aufnahme unter 74 eingereichten Fotografien. Alle sind in der Kunsthalle ausgestellt.
Max Eichenberger
Andreas Aechbacher, Vater der verhinderten Svenja (3. Preis), Daniel Bachofen (2. Preis) und neben ihrer erstprämierten Fotografie Regina Rosin in der Kunsthalle Arbon. (Bild: Max Eichenberger)

Andreas Aechbacher, Vater der verhinderten Svenja (3. Preis), Daniel Bachofen (2. Preis) und neben ihrer erstprämierten Fotografie Regina Rosin in der Kunsthalle Arbon. (Bild: Max Eichenberger)

Wenn sie in Arbon herumspaziert, und das tut sie besonders gern am See, dann ist die Kamera immer ihre Begleiterin. So auch an jenem Sommertag im letzten Jahr, als Regina Rosin durch die grüne Kastanienallee dem Hafen zumarschierte.

Im Blickfeld sah sie etwas nicht Alltägliches: auf dem Metropol-Steg, wo früher Boote von Hotelgästen vertäut waren und die Angler ihre Köder auswarfen, hockten, in gebührendem Abstand zueinander, sechs junge Männer. Asylsuchende, die offenbar im Durchgangsheim wohnten und in dieser Stunde am See ihre Freizeit verbrachten. Die Beine herabbaumelnd, die Köpfe leicht gesenkt, blickten ihren Augen auf die Displays ihrer Smartphones, mit denen sie hantierten. Fast synchron.

Hinter dem Baum in den Aufnahmemodus

Das hat die gebürtige Arbonerin, die mit dreissig nach Australien reiste, um die Sprache zu lernen, in Down-under dann allerdings gleich 33 Jahre lang geblieben war, ehe sie letzten Frühling wieder in ihre Heimatstadt zurückkehrte, zu einem Schnappschuss inspiriert.

Das fotografische Hirn schaltete in diesem Augenblick des Gewahrwerdens in den Aufnahmemodus. Die Spaziergängerin zückte ihre Kamera. Von jenem Moment, in dem sie diese Szene mit der Hafenmole im Hintergrund eingefangen hat, erzählt Regina Rosin:

«Ich habe mich hinter einem Baum in Deckung gebracht, damit ich nicht gleich auffalle, und dann abgedrückt.»

Dieser Schnappschuss, bewusst in schwarz-weiss eingereicht, hat ihr jetzt den mit 500 Franken dotierten Siegerpreis im Fotowettbewerb eingetragen, den die SP veranstaltet hatte. Gefragt waren Sujets nach freier Wahl unter dem Titel «Arbon – lebendige Vielfalt». «Die Aufnahme hat die Jury als Zeitdokument beeindruckt, das dem Betrachter auch ein gewisses Schmunzeln entlockt.

Früher hatte man die Angelrute in der Hand, heute das Handy», sagt Jury-Mitglied Herbert Haltmeier. 74 Fotografien waren von 42 Wettbewerbsteilnehmern eingereicht worden. Den zweiten Preis hat die Jury Daniel Bachofen zugesprochen, den dritten Preis Svenja Aechbacher.

Die Jury habe bei der Begutachtung «ausgiebig diskutiert und lange gerungen». Peter Gubser verlieh am Samstag die Preise in der Kunsthalle Arbon, wo sie ausgestellt sind. Mit den drei prämierten Fotografien und neun weiteren Bildern ist ein Jahreskalender gedruckt worden.

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