Schloss Luxburg in Egnach: Interessengemeinschaft treibt das Projekt voran

Bis Ende Jahr will die Gruppierung Eigenmittel in der Höhe von 1,5 Millionen Franken zum Kauf der Liegenschaft akquirieren. Thema ist auch ein Darlehen der Gemeinde. Aktuell erstellt ein externer Fachmann eine Machbarkeitsstudie inklusive Gastrokonzept und ein Businessplan.

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Das Schloss Luxburg soll zu einem Begegnungsort werden.

Das Schloss Luxburg soll zu einem Begegnungsort werden.

Build: PD

(red) Die IG Schloss Luxburg setzt sich dafür ein, dass grosse Teile des Gartens und des Schlosses der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und einer gemeinnützigen Nutzung zugeführt wird. Damit alle Interessengruppen optimal eingebunden werden können, ist die Gründung einer Aktiengesellschaft, einer Stiftung und eines Vereins vorgesehen, schreibt die IG in einer Mitteilung.

Investoren, Private und auch Unternehmen beteiligen sich als Aktionäre an der Liegenschaft. Die Aktiengesellschaft ist die Käuferin des Schlosses und ist für die Sanierung und Instandhaltung des Schlosses sowie die Vermietung der Räumlichkeiten verantwortlich. Die Stiftung wird von Donatoren und Gönnern finanziert. Sie beantragt auch Unterstützungsbeiträge von anderen Stiftungen, wie Lotteriefonds, Pro Patria und anderen mehr. Sie verantwortet die Erhaltung des Schlosses in seinem historischen Charakter und unterstützt auch kulturelle und gemeinnützige Anlässe. Die Mitglieder des Vereins schliesslich sind für die Planung, Organisation und Durchführung von kulturellen und gemeinnützigen Anlässen besorgt. Sie helfen zudem bei der Sanierung und Instandhaltung tatkräftig mit.

Erste Finanzierungszusagen

Die erste grosse Hürde besteht für die Interessengemeinschaft nach eigenen Angaben darin, bis Ende Jahr die Finanzierung des Kaufs des Schlosses aufzugleisen. Ziel ist es, noch dieses Jahr Eigenmittel in der Höhe von 1,5 Millionen Franken zu akquirieren.

IG-Präsidentin Isabel Baumgartner.

IG-Präsidentin Isabel Baumgartner.

Bild: Manuel Nagel

Es sind gemäss Mitteilung bereits Finanzierungszusagen von Institutionen und Privatpersonen eingetroffen, es bedarf aber gemäss Aussagen von Isabel Baumgartner, Präsidentin der IG, noch einen Effort, die Mittel in der gewünschten Höhe zu beschaffen.

Bezüglich der Finanzierung stehen verschiedene Modelle zur Diskussion. Interessierte Personen und Organisationen haben die Möglichkeit, Aktien zu zeichnen oder eine Spende für die zu gründende Stiftung einzuzahlen, um so die Finanzierung zu sichern.

Antrag auf Darlehen der Gemeinde in Prüfung

Für die weitere Mittelbeschaffung laufen Gespräche mit zwei Banken bezüglich eines Bankkredites beziehungsweise der Aufnahme einer Hypothek. Auch wird geprüft, bei der Gemeinde Egnach ein Darlehen zu beantragen. Zuerst möchte der Vorstand aber abwarten, wie sich die Finanzierungszusicherungen entwickeln und dann allenfalls auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten zurückgreifen, um so den Kauf zu tätigen.

Die Interessengemeinschaft engagiert sich in den kommenden Wochen weiter mit verschiedensten Events und Aktivitäten. In Kürze wird das Projekt detailliert dem Gemeinderat Egnach vorgestellt. Mit interessierten Investoren finden in den nächsten Wochen Begehungen vor Ort statt. Es gehe darum, die Investoren für das Projekt zu begeistern und die Zeichnung von weiteren Aktien zu forcieren, schreibt die IG in der Mitteilung.

Ziel: Begegnungsort mit Strahlkraft

Die Luxburg soll ein Ort für Begegnung, Kultur und Bildung im Zeichen der regionalen Nachhaltigkeit werden. Als Rahmen für den Schlossbetrieb dienen die Nachhaltigkeits-Ziele 2030 der Vereinigten Nationen. Die Luxburg wird zum Begegnungsort mit Strahlkraft weit über die Region hinaus. Angedacht ist eine gemischte Nutzung mit Hotellerie in Form eines B&B mit 16 Doppelzimmern, mit einem Bistro (im Innen- und Aussenbereich) und mit drei Sälen. Das Nutzungskonzept sieht weiter zwei Wohnungen im Waschhaus und einen öffentlich zugänglichen Park vor.

Die Luxburg von oben gesehen.

Die Luxburg von oben gesehen.

Bild: PD

Zurzeit ist eine Machbarkeitsstudie inklusive Gastrokonzept und Businessplan durch einen externen Fachmann in Arbeit. Die Hälfte der Kosten für die Erarbeitung der Unterlagen wird von Thurgau Tourismus übernommen, da er vom Erfolg des Projekts überzeugt ist.

www.ig-schloss-luxburg.ch

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